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Das richtige Licht am Arbeitsplatz

Ihr Licht am Arbeitsplatz benötigt verschiedene Voraussetzungen, denn Licht ist nicht gleich Licht. Das fängt schon bei natürlichem Licht an. Zudem lässt sich natürliches Licht nur bedingt nachahmen.
Bei Tipps zur besseren Konzentration liegt richtiges Licht am Arbeitsplatz nach Ernährung und Bewegung auf Platz immerhin drei.

Ergonomisch, aber auch von der Lichtstärke her gibt eine ganze Reihe von Bedingungen.

Licht am Arbeitsplatz ist im wahrsten Sinne ein „Aufheller“

Licht wirkt sich auf die Stimmung aus. Kunstlicht kann das natürliche Licht nur simulieren. Eine offene Kerze oder Sonnenlicht sind im Grunde unnachahmlich. Dennoch beeinflusst das Licht die Arbeitsleistung und die Konzentration. Das Licht am Arbeitsplatz hat zudem Einfluss auf die Gesundheit der Augen.

Besonders, wenn die Tage kürzer sind oder die Wetterverhältnisse die Tage gar nicht richtig hell werden lassen, müssen Sie Ihre Tätigkeit an Schreibtisch und PC mit künstlichem Licht ergänzen.

Mangelndes Licht führt nicht nur zu Konzentrationsschwäche, sondern kann Kopfschmerzen verursachen, was neben Ihrer Arbeitsleistung zusätzlich Ihre Stimmung stark beeinträchtigt.

Licht hat bestimmte Eigenschaften, wobei am unangenehmsten sogenanntes „kaltes Licht“ ist, das im Allgemeinen von Neonröhren an der Decke ausgestrahlt wird. Andererseits können optimale Lichtverhältnisse ihre Motivation beflügeln 🙂

Beleuchtung Ihres Arbeitsplatzes

Dass der Arbeitsplatz gut beleuchtet sein muss, ist im Grunde selbstverständlich und wird in entsprechenden Normen geregelt.

Dennoch wird zu wenig auf Details beim Licht am Arbeitsplatz geachtet. Die richtige Lichtzufuhr ist für die Leistungsfähigkeit genauso wichtig wie Luft, Wärme und ruhige Arbeitsatmosphäre. Sie kennen das sicher, dass bei Lichtmangel selbst die Psyche auf „Sparflamme“ geht und die Toleranzgrenze immer weiter sinkt.

Ergonomie beim Licht

Wer Ergonomie hört, denkt als allererstes an den richtigen Bürostuhl. Schreibtisch und Bildschirm fallen einem noch ein, aber an Lampen und den richtigen Lichteinfall denken die wenigsten.

Hier sorgt der Gesetzgeber für klare Vorgaben:

Auszug aus dem Anhang der Arbeitsstättenverordnung
3.4 Beleuchtung und Sichtverbindung
(1) Die Arbeitsstätten müssen möglichst ausreichend Tageslicht erhalten und mit Einrichtungen für eine der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten angemessenen künstlichen Beleuchtung ausgestattet sein.

Was in Firmen zum Standard gehört, sollte auch für den Selbstständigen selbstverständlich sein.
Dabei ist auf ein paar grundsätzliche Regeln zu achten:

  • Den Raum möglichst gleichmäßig ausleuchten, damit sich das Auge nicht ständig umstellen muss, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz immer wieder verlassen müssen.
  • Die Blendempfindlichkeit ändert sich mit dem Alter.
    Die Verwaltungsberufsgenossenschaft empfiehlt für die Beleuchtungsverhältnisse 750 – 1500 Lux bei älteren Arbeitnehmern.
  • Wichtig ist eine Sichtverbindung nach draußen. Keller oder Dachgeschoss, die nicht mit Fenstern ausgestattet wurden, eignen sich somit nicht als Home-Office. Der Tageslichtquotient soll in kleinen Räumen mindestens 2% haben. Bei zu großer Entfernung vom Fenster kann es zur Beeinträchtigung der Gesundheit kommen. Diese Möglichkeit nimmt mit der Entfernung zum Fenster sogar zu.
  • Vermeiden von Reflexbildung. Vor allem spiegelnde Fläche reflektieren das Licht, was das Sehen erschwert und die Augen schneller ermüden lässt.

 
Zusätzlich trägt die farbliche Gestaltung des Raumes zur Raumhelligkeit bei. Wenn Sie keine rein weißen Wände haben oder ihre Regale mit Ordnern und Büchern dem Raum das Licht nehmen, muss dies bei der Gesamtbeleuchtung berücksichtigt werden. Für die Farben an den Wänden werden helle, gedeckte oder matte Farben empfohlen. Es muss also nicht alles weiß sein.

Lux, Lumen und Kelvin

Bei meiner Recherche zu Lampen habe ich festgestellt, dass die Begriffe rund ums Licht eine Wissenschaft für sich sind.

Neben dem Tageslicht spielen bestimmte Werte von Lampen und Lichtstärke eine wichtige Rolle, um Ihnen das optimale Licht an Ihrem Arbeitsplatz zu ermöglichen.
  • Lux = Lichtstärke einer punktförmigen Lichtquelle
    300 Lux am Arbeitsplatz, um den Bildschirm 500 Lux, bei älteren Mitarbeitern bis zu 1.500 Lux. Der Planungswert für Büros liegt bei 750 Lux. Im Vergleich Straßenbeleuchtung sind 10 Lux.
  • Kelvin = Farbtemperatur: Bestimmt den Farbeindruck einer Lichtquelle
    Tageslicht hat z. B. 5.000 Kelvin. Lampen, die bläuliches Licht abgeben, erreichen ca. 5.500 Kelvin. Da sie dem Tageslicht entsprechen, erhöhen sie Motivation und Leistungsfähigkeit. Sie können dennoch das Tageslicht nicht ersetzen.
  • Lumen = Anteil des Lichts, der vom menschlichen Auge genutzt werden kann (sichtbare Strahlung) bzw. die Helligkeit, die eine Lichtquelle ausstrahlt. Eine Glühlampe mit 100 Watt entspricht 1.400 Lumen, eine LED-Leuchte 3W entspricht 220 Lumen.

Wer sich neue Lampen für das Büro anschaffen möchte, sollte unbedingt die Lichtverhältnisse in seinem Büro berücksichtigen. Außerdem ist der Tätigkeitsbereich wichtig. So brauchen Räume für Datenverarbeitung und Räume für Publikumsverkehr unterschiedliche Lumen.Vergleichswerte finden Sie hier unter Lux und Lumen.

Das Verwirrspiel mit den unterschiedlichen Bezeichnungen sollten Sie sich wohl besser von einem Fachmann erklären lassen, damit Sie sich wirklich die richtige „Leuchte“ für Ihren Arbeitsplatz anschaffen.

Natürliches Licht
Licht wirkt auf das Umfeld
© Bürodienste in
Eine Dokumentation in arte tv zu Licht, die bis Ende des Jahres zur Verfügung steht, zeigt, welche Einflüsse Licht hat, welche Aufgaben es hat und dass das Kerzenlicht nicht künstlich nachempfunden werden kann.

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2 Gedanken zu „Das richtige Licht am Arbeitsplatz“

  1. Meiner Meinung nach erhält man Mit Solarleuchten die besten Lichtverhältnisse. Wichtig dafür ist halt dass man immer gutes bzw bewölktes Licht hat. Bin mal gespannt was die Zukunft mit Solarenergie und erneuerbaren Energien so mit sich bringt.

    Antworten
  2. Ergänzend sei auch noch der Farbwiedergabe-Index (CRI) genannt, als optimaler Richtwert gilt hier 90 Ra. Ich hab mich mit der Thematik eingehend beschäfigt und mit mehreren Fachmännern und -Damen gesprochen, wobei es da auch unterschiedliche Ansichten gibt. Die einen sagen, 4000k ist für das tägliche Arbeiten optimal, andere sagen Tageslichtlampen mit 6500k und mehr. Letztendlich muss es jeder für sich herausfinden, was optimal ist. Ich habe hier noch ein paar Informationen zusammengetragen:
    http://www.ergonomisch-gesund.de/ergonomische-beleuchtung.html

    Achja, noch ein Tipp: Es gib dimmbare Lampen, damit können unterschiedliche Lichtspektrum ausprobiert werden.

    Antworten

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