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Die Vorteile der Umstellung auf ALL-IP für Unternehmen

6. März 2018 verfasst von Gastautorin Catharina Chlupaty

Bis Ende des Jahres 2018 wird die Telekom alle analogen und ISDN-Anschlüsse auf ALL-IP umstellen. Das hat für Sie als Unternehmen sowohl Vor- als auch Nachteile. Wir verraten Ihnen, welche Vorzüge Ihnen die Umstellung bietet und wie Sie Probleme bei der Umstellung beheben.

Zukünftig werden alle ISDN und analogen Anschlüsse auf All-IP umgestellt – nicht nur bei der Telekom. Das bedeutet, dass alle Telekommunikationsgeräte, wie Telefonanlage und Kopierer, über das Internet-Protokoll laufen. Aktuell gibt es für das Internet und das Telefonnetz noch zwei verschiedene Systeme: Das IP (Internet Protokoll) und ISDN (Integrated Services Digital Network) bzw. PSTN (Public Switched Telephone Network). Der Vorteil, dass auch das Telefon absofort über IP läuft, ist eine schnellere Datenübertragung. Denn aktuell bremsen ISDN und PSTN- die Datenübertragung des IP-Netzwerkes immens aus.

Zudem verursacht das Betreiben von zwei Netzwerken mehr Aufwand in der Wartung und verbraucht mehr Energie – kostet den Anbieter also mehr. Durch die Umstellung auf All-IP kann der Anbieter seinen Kunden eine günstigere All-In-Flatrate mit schnellerer Übertragung anbieten. Langfristig profitieren also beide Seiten, selbst wenn einige Kunden sich eine neue TK-Anlage anschaffen müssen.

  • Tipp:
    Neben den gängigen Telekommunikationsgeräten sind auch elektronische Zahlungssysteme und Sicherheitsanlagen von der IP-Umstellung betroffen.

Vorteile der IP-Umstellung für Ihr Unternehmen

Obwohl viele Unternehmen die Umstellung auf All-IP skeptisch beäugen, überwiegen auf lange Sicht die Vorteile. Wir haben Ihnen eine Übersicht der verschiedenen Vorteile zusammengestellt:

  • Durch die Zwangsumstellung auf All-IP kündigt der Provider seinen Kunden die alten Telekommunikationsverträge. Das bietet Ihnen die Chance verschiedene Angebote zu vergleichen, und einen Vertrag zu den von Ihnen gewünschten Konditionen auszuhandeln.
  • Mit Voice over IP sind Sie mit Ihrer Unternehmens-Nummer unabhängig vom Standort erreichbar. Das hat für das Home Office, Berufspendler und internationale Kooperationen immense Vorteile. Auch die Umleitung von Festnetz-Anrufern auf das Mobiltelefon, das Tablet oder den Computer ist kein Problem.
  • Sie können über die IP mehrere Rufnummern nutzen, diese können Sie in flexiblen Flatrates spontan dazu buchen und wieder kündigen. Generell kommt jeder IP-Anschluss mit drei Rufnummern und es können bis zu zehn weitere Rufnummern gebucht werden. Jede Rufnummer hat ihren eigenen Anrufbeantworter.
  • Es werden weniger Anschlüsse benötigt, also weniger “Kabelsalat” (der Splitter und der NTBA-Anschluss fallen weg). Sie benötigen nur noch das DSL-Kabel als Verbindung zwischen dem Router und der Telefondose. Falls Sie kein DSL-Kabel besitzen, können Sie dieses bei ihrem Provider anfordern. Ihre sonstigen Geräte können Sie über WLan mit dem Router verbinden, oder direkt am Router anschließen.
  • Der Anbieter kann günstigere Konditionen anbieten, da er selber durch den Wechsel auf All-IP Geld spart. Selbst wenn Sie sich eine neue TK-Anlage anschaffen müssen, langfristig sparen Sie mit – auch in der Wartung. Denn das Einrichten von internen Netzwerkstrukturen zur Telekommunikation ist über IP einfacher als über ISDN.
  • Es gibt einen Vertrag, der Fernseher, Internet, Mobil und Festnetz abgedeckt. Damit haben Sie auch in der Verwaltung weniger Aufwand.
  • Mit Voice Over IP wird zudem eine verbesserte Sprachqualität durch HD-Voice gewährleistet. Zudem können Sie zwei Telefonate gleichzeitig über eine Rufnummer führen und nebenbei problemlos ein Fax verschicken, fernsehen oder im Internet surfen.
  • Durch die IP-Telefonie werden virtuelle Konferenzen möglich, wie man es zum Beispiel über Skype kennt. Dies vereinfacht das international und lokal unabhängige Arbeiten. Sie sparen sich und Ihren Mitarbeitern lange Anfahrten zu Meetings, und damit auch Kosten.
Neue Verbindungen – mehr Unabhängigkeit mit ALL-IP

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Nachteile der IP-Umstellung für Ihr Unternehmen

Natürlich gibt es bei der Umstellung aber auch Nachteile, die Sie kennen sollten. Denn nur so können Sie sich auf diese einstellen. Wir haben Ihnen eine Übersicht der verschiedenen Nachteile zusammengestellt:

  • Einige Telekommunikationsgeräte sind nicht ip-fähig und nach der Umstellung nicht mehr nutzbar, oder benötigen einen Adapter/ein Gateway. Zwar betrifft dies nur weniger Unternehmen, dennoch ist die erzwungene Investition in neue TK-Anlagen ärgerlich. Gerade beim Router sollten Sie sichergehen, dass dieser für die Umstellung auf All-IP geeignet ist. Denn dieser bildet die Grundvoraussetzung für ein funktionierendes All-IP-System.
  • Bislang war bei einem Stromausfall zumindest das PSTN-Netzwerk noch funktionstüchtig, sprich das Telefon erreichbar. Denn das analoge Telefon-Netzwerk hat eine eigene Stromversorgung. Nach der Umstellung auf All-IP ist fortan auch der Telefonanschluss von einem Stromausfall betroffen.
  • Wie gut und schnell die Internetverbindung ist, ist oft vom lokalen Standort abhängig- gerade in Deutschland schleift das Umrüsten auf Glasfaserkabel in ländlichen Bereichen. Unter einer schlechten Internetverbindung leidet ab sofort auch die Sprachqualität. Vor allem die Faxqualität ist über All-IP nachweislich schlechter als über ISDN.
  • Bei einem All-IP-Anschluss müssen alle Endgeräte manuell oder per WLan mit dem Router verbunden werden. Dadurch kann eine erneute Installation der Geräte anfallen. Zudem sind alle Geräte nicht mehr funktionstüchtig, sobald der Router defekt ist.

Was tun, wenn bei der All-IP-Umstellung ein Problem auftritt?

Bislang sind über 50% der Unternehmen auf All-IP umgestellt worden. Bei dem Großteil verlief die Umstellung ohne Probleme. Wichtig ist, dass Sie sich bereits vorher informieren, damit die IP-Umstellung reibungslos gelingt. Vorsicht ist schließlich immer besser als Nachsicht. Allerdings gibt es auch Probleme, denen Sie nicht vorbeugen können. So klagen einige Unternehmen über einen Ausfall der Telefonleitung von mehreren Tagen – in seltenen Einzelfällen sogar von Wochen. Dies ist aber eher die absolute Ausnahme. Dennoch, was kann getan werden, wenn nach der Umstellung die Geräte nicht funktionieren?

Bevor Sie in der Warteschleife der Telekom hängen, gehen Sie zunächst folgende Schritte durch:
Prüfen Sie, ob alle Geräte ordnungsgemäß angeschlossen sind, und, ob Ihr DSL-Kabel funktionstüchtig ist.

  • Trennen Sie ihren Router für 15 Sekunden vom Stromnetz und
    schließen Sie ihn erneut an.
  • Nutzen Sie den Problembehebungs-Assistenten: Öffnen Sie dafür die Systemsteuerung, wählen Sie unter “Netzwerk und Internet” das “Netzwerk- und Freigabecenter”.
  • Installieren Sie notfalls den Treiber für Ihren Router – oder das betroffene Gerät – neu und starten Sie danach den PC nochmal.

 
Falls Sie den Fehler nicht eruieren können, kontaktieren Sie den Kundenservices Ihres Internetanbieters. Im Falle der Telekom erreichen Sie den Kundenservice unter der: 0800 3301000.

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
Quantitäten machen einander
den Raum streitig.
Qualitäten ergänzen einander.”

Dietrich Bonhoeffer

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