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Anschaffungen rund ums Büro – Spezialgeschäfte nach Bedarf online nutzen

14. Januar 2018 verfasst von Astrid Radtke

Spezialgeschäfte für Büroeinrichtung und Elektronikartikel sind meist in Gewerbeparks auf der „grünen Wiese“ angesiedelt. Diese sind nur mit dem PKW zu erreichen. Die gekaufte Ware muss selbst transportiert werden, was bei größeren Gegenständen oft mit viel Aufwand, aber auch Kraft verbunden ist. Das ist sicher einer der Gründe, warum Kunden den Online-Handel vorziehen, weil sie hier die Ware „frei Haus“ geliefert bekommen.

„Frei Haus“ stimmt allerdings nur bedingt, da grundsätzlich die Versandkosten zusätzlich berechnet werden.

Online-Shops als Spezialgeschäfte oft mit überbordendem Angebot

Wenn kleinere Unternehmen oder Einzelunternehmer ihr Arbeitszimmer einrichten oder ergänzen wollen, informieren sie sich im Internet und sparen sich zum Beispiel den Weg zu Ikea. Inzwischen ist das Zusammenbauen von Möbeln vielen zu lästig. Zeit und Energie können Kleinunternehmer zudem besser in unternehmensrelevante Aufgaben stecken. Schon allein die Beschaffung und der Transport der einzelnen Teile benötigen bis zu einem Tag Aufwand, je nachdem wie weit das nächste Spezailgeschäft für Büroinventar entfernt ist.

Leider verwirrt das große Angebot in vielen Online-Shops häufig. Farben, Formen, Preise, Qualität erscheinen fast unendlich. Es ist wie in der Kühlabteilung, wenn Sie ein Joghurt suchen. Bei der Vielzahl der verschiedenen Sorten und Anbieter greifen Sie nach alt Bewährtem oder kaufen überhaupt nicht.

Online-Handel – ein zweischneidiges Schwert

Auch wenn die Bestellung online bequem ist, da sie unabhängig von Öffnungszeiten getätigt werden kann, so
Die FAZ schrieb bereits 2015, dass durch den Online-Handel der Verpackungsmüll über die Maßen angestiegen sei. Tendenz immer noch steigend und dass, wie der Bayrische Rundfunk erst kürzlich berichtete, Deutschland Weltmeister in der Abfallerzeugung ist, ist wirklich kein Ruhmesblatt. Inzwischen versuchen vermehrt Unternehmen, die nachhaltig denken, nicht nur den Verpackungsmüll zu reduzieren, sondern zusätzlich den CO2-Ausstoß bei den Lieferwegen in ihre Überlegungen einbeziehen.

Schon deshalb bin ich kein Freund von Online-Shopping, und weiche nur aus, wenn ich keine oder nur unzureichende Alternativen finde. Ich verhalte mich hier vielleicht sogar antizyklisch, indem ich die Angebotspalette im Netz durchstöbere und anschließend gezielt beim Handel nachfrage, gegebenenfalls die entsprechende Ware bestellen lasse. Ergänzend kann ich bei Bedarf dennoch einen guten Katalog nutzen, um mich zu orientieren.

Spezialgeschäfte gibt es für viele Bereiche nicht mehr

Manchmal bekommen Sie vor Ort nicht die gewünschte Ware. Ich kann mich noch erinnern, dass es hier vor Jahren in der Innenstadt alle möglichen Geschäfte mit speziellen Angeboten gegeben hat. Neben dem üblichen Schreibwarenhandel ist mir ganz besonders ein Eisenwarengeschäft in Erinnerung geblieben, das noch einzelne Nägel und Schrauben verkauft hat. Wenn ich heute so etwas brauche, muss ich größere Packungen im Baumarkt kaufen. Einzelne Schrauben bekomme ich allerdings auch nicht über das Internet.

Bei Büroeinrichtung wie Büromöbel, aber auch Zusatzartikel wie Schreibwaren, fällt mir selbst in einer größeren Stadt wie Reutlingen nur ein Spezialgeschäft ein, das eher einer Lagerhalle gleicht. Unsere Möbelhäuser vor Ort haben natürlich Schreibtische und Regale, können aber nur eine Auswahl dessen ausstellen, was häufig nachgefragt wird.

Papier für den Drucker und Stifte bekomme ich in der Drogerie, Glückwunschkarten in der Buchhandlung und manchmal kann ich auf Sonderposten bei einem Discounter zugreifen.

Büromöbel: Online oder offline?

Die Beispiel Büromöbel sowie Elektronik machen die Entscheidung zwischen online- oder offline Bestellung schwierig.

Vor allem kleinere Unternehmen oder Einzelunternehmer richteten bisher ihr Arbeitszimmer über Ikea ein. Inzwischen ist das Zusammenbauen von Möbeln vielen zu lästig. Zeit und Energie können Kleinunternehmer zudem besser in unternehmensrelevante Aufgaben stecken. Schon allein die Beschaffung und der Transport der einzelnen Teile benötigen bis zu einem Tag Aufwand, je nachdem wie weit die nächste Filiale entfernt ist. Ein wichtiger Aspekt wird zudem übersehen. Schränke mit wichtigen Dokumenten und den Back-ups aller Dateien sollten feuerfest sein. Etwas, was im preiswerten Segment nicht zu haben ist. Oft befinden sich die Arbeitsräume im Souterrain oder unter dem Dach. Die zunehmenden Unwetter bergen hier Gefahren durch Wind und Wasser, so dass Sie wichtige Unterlagen besonders geschützt aufbewahren müssen.

Büromöbel online zukaufen, birgt das Risiko, dass die Verarbeitung bei genauerer Betrachtung nich den Vorstellungen entspricht. Dazu kommt, dass der Umtausch schon oft wegen der Größe recht umständlich ist. Zumal Sie da immer auf den Lieferservice angewiesen sind.

Büromöbel – mehr als Schreibtisch und Stühle:
  • PC-Möbel
    betreffen vor allem eine sinnvolle Unterbringung des Servers und des Druckers in kleineren Räumen und wirken dem unvermeidlichen Kabelsalat entgegen.
  • Roll-/Gleitcontainer
    sind mit einer sinnvollen Innenausstattung wie z. B. mit Hängemappenaufhängung eine angenehme Ergänzung direkt am Arbeitsplatz, zumal sie gut unter den Schreibtisch passen.
  • Stehpulte
    Zunehmend wird das Stehpult zur Entlastung des Rückens entdeckt. Deshalb ziehen immer mehr Kunden einen Komplettlieferservice vor.

Büromöbel eine Sache des „Augenscheins“ gekoppelt mit gutem Service

Der Kauf fängt schon bei der Beratung an. Verbunden ist diese Beratung im Allgemeinen mit einem umfassenden Service.

Zu gutem Service gehören:
  • Kataloge
    sind für manche Kunden bei einem großen Angebot leichter zu überblicken und ist oft noch ein Zusatzangebot, das bei Bedarf zur Verfügung steht.
  • Die Lieferzeiten
    müssen klar erkennbar sein. Ein gutes System ist ein Farbsystem, das den Zeitrahmen für bestimmte Waren vorgibt.
  • Rückgaberecht
    Die Qualität lässt sich weder in einem Katalog noch Online feststellen. Deshalb schaue ich bereits bei der Bestellung, ob ein unkompliziertes Rückgaberecht möglich ist. Rückgabefristen von 30 Tagen finde ich interessant, da sich Mängel bei Möbeln oft erst nach geraumer Zeit beim Gebrauch einstellen. Die Bedingungen des Rückgaberechts sollten Sie jedoch sorgfältig lesen!
  • Garantie
    ist heute eine Selbstverständlichkeit. Nur hat schon jeder gehört, dass mit dem Ende der Garantiezeit nach zwei bis drei Jahren die ersten Mängel auftreten, die Reparaturen notwendig machen oder schlimmer, eine Nutzbarkeit des Gegenstands nicht mehr ermöglichen. Deshalb finde ich interessant, wenn eine Garantie über drei Jahre hinausgeht. Teilweise ist eine längere Garantieleistung auch mit Kosten verbunden.
  • Detailbeschreibung
    ist vor allem Online möglich, wenn die ausgesuchte Ware durch verschiedene Vergrößerungsstufen angesehen werden kann.
  • Nachhaltigkeit
    ist für mich ein besonders wichtiges Kriterium. Der Nachweis ist für mich die Zertifizierung, der bei entsprechenden Unternehmen unter dem Hinweis auf Nachhaltigkeit zu finden ist.
  • Planung und Beratung
    Bei Katalog- bzw. Online-Waren ist das Problem, dass ich alles Zubehör selbst zusammensuchen muss und die Ware nicht im Original sehe, bevor sie geliefert wird. Deshalb ist eine Beratung und Hilfe bei Planung für mich ein wichtiger Teil des Service. Neben guten Erklärungen online hilft immer noch der Griff zum Telefonhörer. Kostenfreie Nummern sind dabei selbstverständlich. Genau diese Schwierigkeiten halten mich von Online-Bestellungen bei Büroinventar ab.
  • Visualisierung
    Wenn die Beratung nicht direkt vor Ort stattfindet, ist eine dreidimensionale Darstellung aufgrund der Angaben des Kunden die Alternative, um bei der Umsetzung keine Überraschungen zu erleben.

Letztendlich zeigt mir ein Geschäft, das bereits über Jahrzehnte Erfahrung verfügt, dass es neuen Herausforderungen gewachsen, wenn es seinen Online-Handel übersichtlich und kundenfreundlich gestaltet. Besonders angenehm finde ich es, wenn in einem Verzeichnis Händler in der Nähe gezeigt werden.
Ich fasse Dinge, die ich mir kaufe, einfach gerne an. So dient mir die Website zur Orientierung. Vor Ort kann ich die Verarbeitung von Scharnieren oder Beschichtungen bei Möbeln wesentlich besser wahrnehmen und weiß, dass ich es mit einer guten Ware zu tun habe.

Elektronikartikel, die nicht wie gewünscht arbeiten, lassen sich beim Händler vor Ort wesentlich schneller reparieren oder gar ersetzen.

Online-Shops und die Spezialgeschäfte des Einzelhandels ergänzen sich häufig

Wenn sich viele „Spezialgeschäfte“ in einem Online-Angebot vereinigen, ist mir neben einer differenzieren Suchfunktion eine klare Struktur im Menü wichtig. Ein Ratgeber, der mir über ein Linkverzeichnis vertiefende Tipps gibt, wie zum Beispiel unter „Büro“ Richtlinien zur Arbeitsplatzausstattung aufzeigt, schafft einen Ausgleich für den Fachverkäufer vor Ort. Viele Online-Shops zeigen inzwischen auf, welche Artikel ich bereits angesehen habe, so dass ich in Ruhe eine Wahl treffen kann. Auch eine Detailansicht erleichtert die Entscheidung.

Nicht Online-Handel statt Einzelhandel, sondern nachhaltig kaufen

Schon vor dem Online-Handel gab es ein ähnliches System mit dem Versandhandel. Da habe ich die gewünschte Ware im Katalog ausgesucht, die Bestellung abgeschickt udn mitr den Gang zu einem Spezialgeschäft gespart. Heute geht es nur schneller über das Internet, das Prinzip ist das gleiche. Viele Online-Shops bieten inzwischen eine Mischung an, so dass ich die Möglichkeit habe, schnell im Katalog zu blättern.

Die Furcht, dass der Online-Handel den Einzelhandel beeinträchtigt, halte ich für unberechtigt. Viele Kunden ziehen es vor, Waren persönlich in ihrem Spezialgeschäft „Augenschein“ zu nehmen. Der Einzelhandel kann andererseits vom Service des Online-Handels lernen. Kunden legen heute immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit beim Lieferservice und der Verpackung. Neben einem Online-Angebot sollten hier Zertifizierungen angestrebt werden, wie sie im guten Online-Handel zu finden sind.

Beim Kaufen von Waren steht bei mir der Nachhaltigkeitsgedanke im Vordergrund. Ressourcenverbrauch, Umweltbelastungen durch Müll sowie Energieverbrauch durch Herstellung bzw. Transport und Arbeitsbedingungen für alle am Produkt Beteiligten fließen bei mir in den Kauf von Waren ein. Ich stelle fest, dass sowohl Online also auch offline vermehrt Händler Initiativen ergreifen, um hier ihren Beitrag zu leisten.

Die Umwelt nachhaltig schützen © Bürodienste-in

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
Quantitäten machen einander
den Raum streitig.
Qualitäten ergänzen einander.”

Dietrich Bonhoeffer

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