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Trinken im Büro an heißen Tagen

Mit dem Sommer steigen die Temperaturen, dieses Jahr bereits im Juni mit außergewöhnlichen hohen Temperaturen. Trinken im Büro – unabhängig, ob im Homeoffice oder im Unternehmen, ist zwingend, denn der Flüssigkeitsbedarf steigt. Jeder weiß inzwischen: Ich muss viel trinken – sehr viel trinken. Dass diese Formel ihre Tücken hat, habe ich inzwischen in mehreren Artikeln lesen können. Deshalb komme ich zu ein paar Überlegungen, was Sie zusätzlich bedenken sollten.

Die Faustregel für den Flüssigkeitsbedarf

Grundsätzlich gilt, der Flüssigkeitsbedarf des Körpers ist in etwa konstant. Jeder kennt die Regel: Der Körper hat einen Flüssigkeitsbedarf von 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Bei warmem Wetter wie in den letzten Tagen oder bei Anstrengung steigt dieser Bedarf.

Nun interpretieren allerdings viele, dass Sie Menge pro Tag trinken müssen und wenn es heiß ist, dürfen es ruhig drei Liter sein. Sie sollten dabei nicht übersehen, dass der Flüssigkeitsbedarf sehr individuell ist und zudem mit Gewicht, Größe und Ihren Belastungen zusammenhängen. Ferner wird gerne vergessen, dass in der aufgenommenen Nahrung Flüssigkeit enthalten ist. Gerade, wenn es sehr warm ist, essen Sie mehr Obst und Salate. Der Flüssigkeitsbedarf bezieht sich also nicht ausschließlich auf Getränke.
Inzwischen gibt es Formeln, die erleichtern, den Flüssigkeitsbedarf zu errechnen.

Ein akuter Flüssigkeitsmangel liegt vor, wenn Sie Kopfschmerzen bekommen, sich Schwindelgefühle einstellen oder Ihre Konzentration nachlässt. Das passiert aber meist nur dann, wenn Sie sich bei hohen Temperaturen überanstrengen oder wirklich dazu neigen, viel zu wenig zu trinken. Hier hilft es, wenn Sie sich ein Glas Wasser auf den Schreibtisch stellen, das Sie daran erinnert, zwischendurch etwas zu trinken.

Warme Getränke

Bedenken Sie zusätzlich die Wirkung der Getränke, die Sie konsumieren.

  • Warme Getränke fördern das Schwitzen. Damit entsteht ein Feuchtigkeitsfilm auf der Haut, der durch die Verdunstungskälte abkühlt. Diese Möglichkeit bietet sich allerdings nur an, wenn man allein arbeitet.
  • Kaffee entzieht nicht, wie lange Zeit behauptet wurde, dem Körper Wasser, hat aber andere Begleiterscheinungen. Neben der aufputschenden Wirkung, die bis zu einem gewissen Grad durchaus sinnvoll sein kann, führt die harntreibende Wirkung dazu, dass Sie das Wasser schnell wieder ausgeschieden. Das ist auch ein Grund, warum das in vielen Ländern Glas Wasser, zum Kaffee gereicht wird, denn es mildert die harntreibende Wirkung des Coffeins. Das ist jedoch nicht der einzige Grund.
  • Bei schwarzem und grünem Tee gilt das gleiche wie bei Kaffee.

Natürlich können Sie Kaffee oder Tee auch kalt trinken.

Kalte Getränke

Beliebter sind kalte Getränke von Limonaden über Fruchtsäfte bis zu reinem Wasser.

  • Gesüßte Getränke wie auch Fruchtsäfte sollten Sie in Maßen trinken. Neben der hohen Kalorienzufuhr machen sie sogar durstig, sodass Sie möglicherweise mehr trinken, als notwendig wäre.
  • Pfefferminztee kalt getrunken hat eine sehr erfrischende Wirkung, ist aber nicht jedermanns Geschmack. Das gilt für alle Kräutertees. Wer sich für einen bestimmten Tee begeistern kann, kann ihn am Vorabend aufbrühen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag können Sie diesen Tee – am besten ungesüßt – kalt bei Ihrer Arbeit trinken.
  • Fruchtsäfte, Cola oder Limonaden enthalten viel Zucker. Vor allem bei süßen Limonaden bekomme ich nach kurzer Zeit noch mehr Durst. Ich habe festgestellt, dass es sinnvoll ist, die Inhaltsstoffe zu lesen, bevor ich ein Getränk kaufe. Leider schützt ein guter Markenname nicht davor, dass in diesen Getränken verschiedene Süßungsmittel und Zusatzstoffe enthalten sind.
  • Bei Mineralwasser sollten Sie hochwertiges Wasser aus bekannten Quellen beziehen. Wasser in Plastikflaschen ist oft normales Leitungswasser, das künstlich mit Mineralien und Kohlensäure angereichert wurde. Außerdem sind diese Plastikflaschen durch Bisphenol vielfach umstritten.
  • Leitungswasser in einer Karaffe in den Kühlschrank gestellt mit einem Schuss Zitronensaft oder einem Limettenviertel erfrischt am besten. Wer auf sprudelndes Wasser nicht verzichten möchte, dem stehen inzwischen eine ganze Reihe von Geräten zur Aufbereitung des Wassers zur Verfügung. An Stelle von normalem Zucker können Sie Ahorn- oder Holundersirup verwenden, wenn Sie Ihr Getränk lieber gesüßt trinken wollen.

Dehydrierung und Kreislaufprobleme

Wenn Sie hin und wieder ein Getränk holen, bewegen Sie sich öfter. Der Rücken wird es Ihnen danken. Achten Sie auf kühle Räume – und sei es mit einem Ventilator. Benetzen Sie von Zeit zu Zeit Ihre Arme mit Wasser. Das erzeugt Verdunstungskälte und bringt die notwendige Kühle von außen.

Wählen Sie als Bildschirmschoner ein Bild, das Kühle verbreitet und lenken Sie sich damit von der Hitze ab, die die Luft fast zum Glühen bringt.

Trinken im Büro
Ein Bildschirmschoner, der erfrischt
©Bürodienste-in

Zum Trinken zwingen? Ich vor einiger Zeit einen Blogartikel gelesen, in dem darauf hingewiesen wurde, wie wichtig es ist, an heißen Tagen zwei Liter Flüssigkeit und mehr zu sich zu nehmen. So wurde davor gewarnt, dass Durst bereits ein Anzeichen der Dehydrierung des Körpers sei und richtiges Trinken deshalb beinhalte, regelmäßig zu trinken, noch bevor sich Durst einstellt. Was mich bestürzt hat, waren die vielen Kommentare, die beschrieben, wie sie sich dazu zwingen und überlisten bis zu zwei Liter pro Tag und bei warmen Wetter noch mehr zu trinken.

Finden Sie Ihr persönliches „Maß“ an Flüssigkeitsmenge

So standen hier Sätze wie: „Ich versuche die vorgeschriebene Menge …“ Wer schreibt wem, welche Menge vor? Die Industrie, die am Verkauf von Getränken interessiert ist oder der gesunde Menschenverstand?

Fünf Gläser Flüssigkeit à 0,2 l ergeben bereits einen Liter. Wer an besonders warmen Tagen noch eine Melone, Obst und/oder Salat isst, hat gut schon den Flüssigkeitsbedarf eines Tages gedeckt. Wenn Sie beim dritten oder vierten Glas Wasser keine Lust mehr verspüren, sollten Sie auf Ihren Körper hören, denn das „Zu viel“ ist individuell und kann die Gesundheit sogar beeinträchtigen. Zuviel Flüssigkeit kann die Organe belasten, vor allem die Nieren reagieren da manchmal empfindlich. Kommt am Abend noch ein Glas Bier oder ein Glas Wein dazu, ist die Befürchtung „mit Flüssigkeit unterversorgt“ zu sein, sicher nicht gerechtfertigt. Denn schließlich trinken die meisten vor der Arbeit noch Kaffee oder Tee und am Tagesende Bier, Wein oder ein anderes Getränk.

Achten Sie auf Ihren Durst und zwingen Sie sich nicht planlos oder immer wieder einen Schluck aus der Flasche zu nehmen, damit ja kein Durst aufkommt. Ganz nebenbei, vielleicht sollten Sie ganz darauf verzichten aus der Flasche zu trinken und sich öfter mal ein Glas Leitungswasser hinstellen. Das Wasser aus der Flasche belastet die Umwelt unnötig durch den übermäßigen Plastikverbrauch.

Extremtemperaturen senken die Leistungsfähigkeit

Extremtemperaturen, wie wir sie in den letzten Tagen erlebt haben, sind für den Organismus ein Kraftakt, vor allem, wenn sie die eigene Körpertemperatur übersteigen. Der Körper passt sich an diese Extremtemperaturen so gut es geht an, was bei trockener Hitze einfacher ist als bei hoher Luftfeuchtigkeit. Deshalb sollte jeder für ich herausfinden, wie sein Körper vor allem mit der extremen Hitze umgeht, die vermehrt auf uns zukommt. Dennoch sollte sich jeder klar machen, wie viel Hitze ein Körper aushalten kann.

Hohe Temperaturen gehen über die Flüssigkeitszufuhr hinaus. „Kaum etwas reguliert der Körper strenger als seinen Wärmehaushalt.“, das schreibt der Tagesspiegel in seinem Artikel. Vor allem das Herz übernimmt an besonders heißen Tagen eine Herkulesaufgabe, indem es viel mehr Blut durch den Körper pumpt als bei normalen Temperaturen, damit es an der Haut abkühlen kann.

Natürlich ist es sehr individuell, wie Sie was wann am besten trinken. Dennoch, wer abends weniger wiegt als am Morgen, hat an besonders heißen Tagen definitiv zu wenig getrunken und mehr Körperflüssigkeit abgegeben, als zu sich genommen. Das sollten sie vor dem Zubett gehen unbedingt ausgleichen.

Hohe Temperaturen beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit und bereits über 23-26° nimmt die Leistungsfähigkeit des Gehirns ab. Deshalb ist das Raumklima wichtig. Es muss keine Klimaanlage sein, die sowieso umstritten sind.
Sorgen Sie für feuchte Luft. Dazu können Sie feuchte Tücher aufhängen. Ein Tischventilator erfrischt direkt, ändert aber nicht die Raumtemperatur, sondern verteilt die Luft im Raum. Wer empfindliche Atemwege hat, sollte hier vorsichtig sein und den Luftwirbel nicht direkt auf das Gesicht richten.

Trinken und Ernährung an heißen Tagen

Neben dem Trinken, sollten Sie auch auf Ihre Ernährung achten, die die Flüssigkeitszufuhr erhöht. Schwere Speisen, sind bei Hitze für den Körper eine zusätzliche Belastung. Obst, Salate und Joghurt oder Quark können Sie sich selbst lecker zubereiten. Dabei können Sie selbst die Menge an Zucker oder ersatzweise einen Fruchtsirup bestimmen. Vor allem Melonen decken essen und trinken gut ab. Pur oder zum Beispiel mit Schinken ersetzen sie eine Mahlzeit.

Hier noch ein Rezept, das Sie einfach zubereiten können und Ihren Kaffeedurst dennoch befriedigt:
Kalten Kaffee – gesüßt oder ungesüßt – in Eiswürfelform gießen und gefrieren lassen. Eiskaffeewürfel bei Bedarf und nach Geschmack in ein Glas geben und mit Milch oder einem entsprechenden Ersatzgetränk aufgießen.

Vielleicht hat von Ihnen, liebe Leser, auch jemand ein tolles Rezept für ein erfrischendes Getränk und schreibt es unten in den Kommentar 🙂

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