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Papier und Büro – eine unendliche Geschichte

Das Papier ist aus dem Büro noch immer nicht wegzudenken. Dennoch gibt es vermehrt Bestrebungen, die Papierflut einzudämmen. Zusätzlich werden an das Papier immer neue Anforderungen gestellt. Vor allem soll bei Verwendung und Verbrauch der umweltfreundliche Aspekt berücksichtigt werden. Dabei helfen schon ein paar Kleinigkeiten, den Papierverbrauch einzudämmen.

Es ist bekannt, dass mit der Einführung des PC, der Papierverbrauch nicht wie angenommen gesunken, sondern drastisch gestiegen ist. Betrug der jährliche Pro Kopfverbrauch im Jahr 1950 noch 32 kg waren es im Jahr 2008 bereits 251 kg.

Ressourcen schonen – Recyclingpapier verwenden

Neben Holz wird zur Papierherstellung viel Wasser und Energie benötigt. So werden zu Herstellung von den handelsüblichen 500 Blatt Packung

  • ca. 130 l Wasser
  • 26 Kilowattstunden und
  • 7,5 kg Holz benötigt

 
Bei Recyclingpapier werden – statt Holz – 2,8 kg Altpapier und nur die Hälfte an Strom und Wasser benötigt. Zahlen, die ich bei meiner Recherche zur Papierherstellung gefunden habe, unterscheiden sich geringfügig.
Den höchsten Papierverbrauch hat Finnland mit 300k g pro Kopf und Uganda mit 2 kg pro Kopf den geringsten Verbrauch.

Recyclingpapier gibt es inzwischen auch in weiß. Die Bleichvorgänge sind umweltschonender, da kein Chlor mehr verwendet wird. Für besondere Verwendungszwecke ist Papier aus Holz unerlässlich, doch ist für den Alltagsgebrauch Recyclingpapier völlig ausreichend.

Abholzung zur Zellulosegewinnung

Das Holz zur Herstellung von Papier wird weniger in unseren Wäldern gewonnen, sondern kommt überwiegend aus dem Regenwald. Welche Folgen die kontinuierliche Abholzung hat, ist inzwischen allgemein bekannt.
Vor allem in Indonesien werden jährlich ca. 100.000 Tonnen Papier produziert. Da die Holzplantagen dafür nicht ausreichen, sind bereits 70% des natürlichen Waldes der Zellulosegewinnung zum Opfer gefallen.
Wälder schützen die Bevölkerung vor Stürmen. Ohne diese Wälder können sie ungehindert weit ins Land einfallen, mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung, wie gerade der Taifun „Haiyan“ ganz drastisch gezeigt hat.

Papierverbrauch reduzieren

Neben der Überlegung, welches Papier verwendet werden soll, sollte auch der Verbrauch an sich beschränkt werden. Vieles wird heute schon umgesetzt:

  • Einseitig bedrucktes Papier als Entwurfspapier sammeln und die leere Seite nutzen, ggf. Notizpapier daraus machen in DIN A 6 Größe
  • Nach Möglichkeit beidseitig bedrucken. Ein Brief kann vom Empfänger durchaus auch umgedreht werden
  • Beim Ausdruck auf die notwendige Seitenauswahl achten. Oft müssen nicht alle Seiten gedruckt werden
  • Mehrfachausdrucke z. B. von E-Mails vermeiden
  • Einen eckigen Papierkorb wählen, in dem das Papier abgelegt wird. Diesen nur einmal wöchentlich leeren. Das bietet die Sicherheit, nicht etwas aus „Versehen“ weggeworfen zu haben und es abermals ausdrucken zu müssen. Zudem wird sichtbar, was in einer Woche an Papier weggeworfen wird
  • Digitale Speicherung (einscannen) wichtiger Unterlagen
  • Mit Dokumenten-Management-Systemen (DMS) arbeiten

 
Zudem kann Energie gespart werden, wenn der Drucker sich nach jedem Druckvorgang ausschaltet.

Papier - haptisch und olfaktorisch  © Bürodienste-in
Papier – haptisch und olfaktorisch
© Bürodienste-in

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2 Gedanken zu “Papier und Büro – eine unendliche Geschichte”

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