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Bürodienstleister schreiben für Bürodienstleister und Unternehmen


Vermarktung als Einzelunternehmer

2. Februar 2014 verfasst von Astrid Radtke

Bei meiner Suche nach qualifizierten Bürodienstleistern für meine Plattformen schaue ich mir zunächst Websites an. Es gibt erstaunlich viele Anbieter, die sich in diesem Bereich – oft schon vor Jahren – selbstständig gemacht haben.

Was mich nach wie vor wundert, dass so viele Seiten nicht mal Minimalstandards einer Präsentation genügen. Hier fehlen meines Erachtens schon die Grundvoraussetzungen, um sich überhaupt selbstständig zu machen.

Mit dem Angebot einer Dienstleistung ist ein Teil der Persönlichkeit in den Verkauf eingebunden. Letztendlich vermarktet der Dienstleister sich selbst – ein schwieriges Unterfangen. Das ist für Selbstständige nicht viel einfacher als für Gründer und muss deshalb von Zeit zu Zeit hinterfragt werden.

Selbstmarketing

Sich selbst zu vermarkten bedeutet Eigenlob. Das fällt vielen schwer, dennoch gehört es zum Imageaufbau. Von Sabine Asgodom gibt es das Buch „Eigenlob stimmt“ und bedeutet nichts anderes als „gekonnte Selbstdarstellung“.

Wer sich selbst vermarktet, benötigt Mut, wenn er sich in aller Öffentlichkeit präsentiert, denn das tut er mit einer Website. Bescheidenheit ist hier fehl am Platz, denn als Selbstständiger muss man sich täglich selbst behaupten.
Diese Selbstdarstellung in sich muss stimmig sein und der Werdegang darf mit keinen Übertreibungen geschönt werden.

Diese mangelnde Selbstreflexion – ob zu bescheiden oder übertrieben, wie ich sie auf Websites finde, zeigt sich später auch in Profilen, soweit sie in Social Media zu finden sind.

Deshalb sollten einige Fragen an den Beginn der Selbstständigkeit gestellt werden

  • Reicht ein Branchenverzeichnis oder eine Listung in einem Spezialverzeichnis?
  • Bei welchen Social Media Anbietern soll Präsenz gezeigt werden
  • Wie viel Zeit soll in Marketing online investiert werden
  • Ist eine eigene Website notwendig?

 
Marketing im Internet ist offensiv. Andererseits erleichter Transparenz und Professionalität einem Interessent die Entscheidung für eine mögliche Zusammenarbeit.

Erstellung der Website durchdenken

Wer sich in einem so engen Markt wie Bürodienstleistung selbstständig macht, sollte Zeit und Geld in eine professionelle Website investieren.

Wenn Sie sich als Einzelunternehmer für eine Website als Visitenkarte im Internet entscheiden, müssen Sie sich mit folgenden Grundlagen befassen

  • Inhalt (Content)
  • Aufbau (Navigation)
  • Design (Layout)
  • Provider (Speicherplatz, Emailadressen)
    E-Mail-Adressen sollten grundsätzlich den Websitenamen führen und nicht mit web, gmx oder t-online sichtbar verbunden sein.
  • Programmierung (am besten CMS, damit jederzeit Inhalte selbstständig und schnell geändert werden können)

 
Ein Seitenvergleich beim Wettbewerb und diverse Tipps in Blogs und Foren wie z. B. in Xing fördern die Inspiration. Letztendlich muss jedem klar sein, keine Website ist immer noch besser als eine schlechte Website.

In die Überlegungen gehört zudem

  • rechtliche Voraussetzungen zu erfüllen z. B. Impressum, benutzte Bilder
  • ein aktuelles Profilfoto verwenden – auf keinen Fall ein Bild von Fotolia mit einem Model
  • die technischen Möglichkeiten von Programmen und Internet zumindest in Grundlagen erfassen
  • rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch nehmen
  • permanente Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Vermarktung

Freelancer müssen in Marketingmaßnahmen investieren

Eine Frage des Geldes? Natürlich kostet eine professionelle Darstellung Geld – unabhängig, ob sie offline oder online getätigt wird. Ohne Werbung klappt es jedoch nicht mit der Selbstständigkeit.

Präsenz und Akquise sind ein fortlaufendes Thema aller Firmen, ganz besonders von Dienstleistern und Einzelunternehmen. Der Wettbewerb schläft nicht, die Ansprüche der Firmen, die mit Freelancern zusammenarbeiten wollen, wachsen.

Wer nicht viel Geld zur Verfügung hat, muss entsprechend mehr Zeit investieren. Ein professioneller Internetauftritt in einem engen Markt wie Bürodienstleistung muss einkalkuliert werden. Der Schwiegersohn, die Freundin der Tochter oder ein guter Bekannter sind selten geeignet, die Feinheiten einer marktgerechten Darstellung eines Selbstständigen zielgruppenorientiert ins Netz zu stellen.

Wer dazu nicht bereit ist und meint, es reicht, wenn man sich in einem regionalen Verzeichnis eingetragen hat und „irgendwie“ im Netz zu finden ist, ist für die Selbstständigkeit nicht geeignet.

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
Quantitäten machen einander
den Raum streitig.
Qualitäten ergänzen einander.”

Dietrich Bonhoeffer

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