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Das Kommunikationszeitalter – aber kommunizieren wir richtig

31. März 2013 verfasst von Astrid Radtke

Wir sprechen vom Kommunikationszeitalter, weil wir ständig mit irgendjemanden in Verbindung stehen, uns „austauschen“, etwas „teilen“. Ich behaupte, wir verlieren immer mehr die Fähigkeit wirklich zu kommunizieren. Vor allem das persönliche Gespräch sollte nach wie vor im Vordergrund stehen.

Kommunikation lebt vom gesprochenen Wort

Vor kurzem las ich: „Wir werden als die Gefällt-mir-Generation in die Geschichte eingehen ohne zur wirklichen Meinungsbildung etwas beizutragen.“ Es wird nur „gefällt mir gedrückt“. Dabei ist nicht klar: freut der Klickende sich, dass dieser Link eingestellt wurde, meint er den Inhalt des Links, die Bemerkung dazu oder alles zusammen.

Was bewegt den Klickenden? Lacht er laut, wenn er den Post sieht, reißt er entsetzt die Augen auf, schüttelt er den Kopf. Das wären Elemente einer Kommunikation, die ein „ja, richtig“ als die beste Entsprechung von „gefällt mir“, in einem Gespräch unterstreichen würden.

Kommunikation in sozialen Netzwerken online

Handy, Smartphone, Internet machen schnelle Nachrichten möglich durch

  • SMS
  • E-Mail
  • Post in Foren
  • Kommentare in Blogs oder zu Zeitungsbeiträgen

 
Um in den geschriebenen Texten bestimmte Inhalte zu unterstreichen, gibt es eine Reihe von Emotioncons z. B. Smiley 🙂 oder traurig sein :(. Dennoch können bestimmte Beiträge missverständlich werden, da die Betonung fehlt und auch ein an den Schluss gesetztes Emotioncon manchem Satz nicht die Schärfe nehmen kann. Ironie wird oft gar nicht erkannt. Wer etwas betont hervorheben möchte und Großbuchstaben verwendet, ist sich oft nicht bewusst, dass er den Leser anschreit, der entsprechend verärgert reagiert.

Mit SMS, aber auch wegen der begrenzten Zeichenzahl bei Twitter wird der Text häufig kryptisch. Zeichen- und Satzregeln entfallen, schlimmer, die Grammatik wird zur Nebensache. Wer diese Sprache nicht beherrscht, gibt seinen Inhalten manchmal eine ungewollte Bedeutung, Missverständnisse führen zu unangenehmen Auseinandersetzungen. Dazu kommen Abkürzungen wie LOL oder ROFL mit denen der unerfahrene Leser gar nichts anfangen kann.

Kommunikation im persönlichen Gespräch fördert die Kreativität

In ein persönliches Gespräch fließt Empathie mit ein, weil Schwingungen des Gegenübers besser wahrgenommen werden können. Dazu kommen weitere Faktoren wie

  • Gestik
  • Mimik
  • Tonfall
  • Stimmschwankungen
     
    Und nicht zuletzt

  • Die olfaktorische Komponente – das sog. „Bauchgefühl“ sind oft die Geruchssensoren des Unterbewusstseins

 
Diese Elemente kommen ausschließlich im persönlichen Kontakt zum Tragen.

Kommunikation hat zudem eine nonverbale Ebene.
Paul Watzlawick: „Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.“

Folgen mangelnder direkter Kommunikation

Vertrauen zu einer Person wird immer noch am besten im direkten Gespräch hergestellt. Der ständige Austausch über I-Phon oder Internet hat selten mit echter Kommunikation zu tun. Selbst ein Telefonat, und sei es über Skype, ersetzt das unmittelbare Gespräch vis á vis nicht.

Häufig werden Gespräche durch Handy oder Smartphone unterbrochen bzw. das iPod, welches immer mit Ohr verbunden ist, hemmt die Konzentration. Es wird sogar schon von einer neuen Art des Autismus gesprochen, ein sich Abkapseln von der realen Außenwelt. Eine Karikatur zeigte neulich die neue Form der drei Affen: ein Affe mit Kopfhörer – für taub, ein Affe mit iPhone vor den Augen – für blind und der letzte Affe hat Essen im Mund – stumm.

In Folge nimmt der aktive Wortschatz immer mehr ab. Sätze werden nicht mehr in der notwendigen grammatikalischen Weise formuliert. Missverständnisse nehmen zu, das Gegenüber fühlt sich nicht ernst genommen, kann sich nicht mehr ausdrücken. Damit wird im direkten Gespräch das Zuhören immer schwerer.

Friedemann Schulz von Thun sagt, richtige Kommunikation funktioniert nur, „wenn sie sachlich verständlich und authentisch, freundlich und gewinnend kommunizieren, wenn man selbst ausgeglichen ist (inneres Team)“. Das gilt online genauso wie offline.

Socialbars und Coworking-Places für echte Kommunikation

Es ist wichtig, insbesondere für Selbstständige, die überwiegend im Home-Office arbeiten, Gespräche offline zu führen. Regionale Zusammenschlüsse wie bei Xing oder Socialbars erleichtern die persönlichen Kontakte. Auch Coworking-Places helfen Gedanken zu formulieren und anderen Menschen wieder bewusst zuzuhören.

Der fachliche Austausch muss bei diesen Gesprächen nicht im Vordergrund stehen. Schon der direkte Gedankenaustausch festigt Kommunikationsverhalten und den Wortschatz. Der sog. „Flurfunk“ war in erster Linie der Grund, warum die Chefin von Yahoo im Januar alle Heimarbeitsplätze aufgelöst hat und ihre Mitarbeiter nun wieder Anwesenheitspflicht haben. Persönliche Kommunikation hilft offensichtlich beim Denken.

Ein wesentliches Merkmal von Bürodienste in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz ist die persönliche Begegnung der Bürodienstleister. Das wird durch die Regionalgruppen sehr erleichtert.

Der Vorteil der persönlichen Kontakts © Bürodienste-in

Der Vorteil der persönlichen Kontakts
© Bürodienste-in

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

8 Kommentare zu “Das Kommunikationszeitalter – aber kommunizieren wir richtig”

  1. […] Das Kommunikationszeitalter – aber kommunizieren wir richtig […]

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
Quantitäten machen einander
den Raum streitig.
Qualitäten ergänzen einander.”

Dietrich Bonhoeffer

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