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Der Briefumschlag – trotz moderner Technik weiterhin unumgänglich!

17. April 2015 verfasst von Gastautorin Anna Zimmer

Schreiben Sie noch Briefe? Brauchen Sie noch Briefumschläge? Elektronisch geht doch alles schneller und kann doch auch gleich digital gespeichert werden. Der Umsatz allein an Briefumschlägen spricht eine andere Sprache. Zudem werden vertrauliche Informationen in letzter Zeit wieder eher mit normaler Post verschickt und Briefumschläge übernehmen vielseitigere Aufgaben als einem zunächst bewusst ist.

Der Brief – eine Drucksache im wahrsten Sinne des Wortes

Eine Gehaltsabrechnung gefaltet bekommen? Eine Rechnung einfach gerollt im Briefkasten? Geschäftliches versenden – gefaltet und mit Wachssiegel?

Heutzutage unvorstellbar. Wer heute etwas vertraulich versenden möchte, ist auf den klassischen Briefumschlag angewiesen. Die Entstehungsgeschichte begann zwischen 1820 (erste Idee) und 1844 (Massenproduktion). Sehr schnell fand der Briefumschlag Einzug in jeden Bereich und ist heute nicht mehr wegzudenken.

Dies gilt für viele verschiedene Drucksachen wie z. B. Einladungs- oder Danksagungskarten, die nach wie vor gerne auf Papier produziert werden und nicht „nur“ per Mail, SMS oder auf anderem elektronischen Weg verschickt werden. Post in einem Briefumschlag zu erhalten ist eine sehr viel persönlichere Sache, als in einer kurzen Textnachricht am Computer zu lesen, dass man zu einem Geburtstagsfest eingeladen wird. Nach wie vor sind Druckereien, die individuelle Druckprodukte anbieten gefragt und werden gerne in Anspruch genommen.

Der Briefumschlag schon lange aus Papier

Papier war damals bereits das gängige Material. Auch heute sind Briefumschläge aus Papier, jedoch auch holzfrei erhältlich. Briefumschläge müssen undurchsichtig, bedruckbar und beschreibbar sein. Erhältlich sind diese natürlich auch farbig, in der Regel jedoch weiß satiniert oder glatt. In letzter Zeit nehmen Briefumschläge aus der FSC- oder PEFC (nachhaltiger Baumwuchs) Produktion einen immer größeren Anteil am Gesamtmarkt ein. Diese tragen oft das Logo des WWF-Pandabären.

Der Briefumschlag in seiner Vielseitigkeit

Briefumschläge gibt es in diversen Größen. Diese sind in der ISO Norm 269 definiert sowie in DIN 678.
Folgende Formate sind hier definiert:
C6, B6, C5/6, C6/5, C5, B5, C4, B4, E4, C3

Der Standardbrief bei der deutschen Post ist das Format C6, dieser ist 90-125mm breit, 140-235mm lang, hat ein Gewicht von maximal 20g und benötigt derzeit ein Porto von 0,62 EUR.

Folgende weitere Formate sind bei der deutschen Post gängig:
  • Kompaktbrief (B70-125, L100-235)
  • Großbrief (B70-250, L100-353)
  • Maxibrief (B70-250, L100-353)
  • Postkarte (B90-125, L140-235)

Normung der Umschlaggrößen

In Deutschland ist für Geschäftsbriefe auf A4 Papier das gängigste Umschlagsformat die C5/6 Norm) wenn diese manuell befüllt werden (doppelt gefaltet). Bei der automatischen Befüllung findet das Format C6/5 den häufigsten Einsatz. Im privaten Bereich wird häufig das Format C6 verschickt, in das Postkarten im Format A6 passen. Wenn Sie hier klicken gelangen Sie zu einem klassischen, farbigen C6 Umschlag der gerne zum Verschicken von Einladungskarten, Grußkarten oder private Briefe verwendet wird.

Bei Fensterbriefumschlägen gibt es unterschiedliche Standards.
Das Format DL wird in BS4264 (British Standards) definiert. Es gibt die Maße für ein Fenster folgenderweise vor: 39 mm hoch und 93 mm breit, dabei 53mm vom oberen Rand und 20 mm vom linken Rand entfernt.

Standardbrief für den Geschäftsverkehr

Standardbrief für den Geschäftsverkehr


Für größere Versandtaschen gibt es ebenfalls genaue Normen.
Die Anschrift sollte parallel zur längeren Seite des Umschlags stehen bzw. parallel zum Sichtfenster.
Auch die Frankierung ist genormt und sollte rechts oben in einem 40mm hohen und 74mm breiten Fenster angebracht sein.

Der sichere Brief – „Verschlusssache“

Ein nicht zu vernachlässigendes, wichtiges Kriterium ist das Verschließen des Umschlags. Es kommen verschiedene Verfahren zum Tragen. In der Regel werden Briefumschläge durch eine leicht überlappende Lasche verklebt. Hierbei kommt ein trockener, wasserlöslicher Klebstoff zum Einsatz. Auch selbstklebende Umschlagslaschen finden überall Verwendung. Durch die sogenannte Tribolumineszenz entsteht das blaue Leuchten bei den selbstklebenden Umschlägen.

Rund 20 Milliarden Briefumschläge werden jährlich in Deutschland verkauft. Das ist ein Jahresumsatz in Höhe von rund 375 Millionen Euro.

Der Briefumschlag wird oft unterschätzt, ist heute jedoch weiterhin ohne Konkurrenz, wenn es um das Thema Diskretion oder Datenschutz geht.

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jeder Art der Vermassung.
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den Raum streitig.
Qualitäten ergänzen einander.”

Dietrich Bonhoeffer

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