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Emoticon oder Emoji in der digitalen Kommunikation

Der digitalen Kommunikation fehlen Gestik, Mimik und Tonfall. Das führt immer wieder zu Missverständnissen in Diskussionen. Ironie oder reine Blödelei sorgen für Verärgerung mancher Diskussionsteilnehmer. Deshalb werden häufig Symbole wie Emoticon oder Emoji eingesetzt. Damit fügt der Poster dem Geschriebenen einen anderer „Tonfall“ durch das entsprechende Symbol zu.

Viele dieser Smileys lassen sich durch einfache Tastenkombinationen erzeugen. Am bekanntesten sind Doppelpunkt und geschlossene Klammer für ein freundlich guckendes Smiley 🙂 Andere Emoticon oder Emoji können auf entsprechenden Seiten abgerufen werden.

Emoticon oder Emoji als vereinfachte Sprache

Natürlich reichen die einfachen Symbole wie 😀 😛 😉 🙁 aus, um Gefühle zu unterstreichen, zumal sie über Tastenkombinationen vor schier endlose Möglichkeiten bieten. Die Zeitschrift Chip zeigt in ihrem Artikel “Smiley Bedeutung” diese Vielzahl an Möglichkeiten als Übersicht auf.

Hintergrund dieser Bildersprache ist, Gefühle auf schnelle und einfache Weise auszudrücken. Die meisten Emoticons und Emoji vermitteln positive Gefühle oder drücken Belustigung aus. Statt einem einfachen Klick auf „Gefällt mir“ oder „interessant“ je nach Netzwerk, lässt sich der eigene Gefühlszustand oder die Meinung innerhalb von Sekunden ausdrücken. Auch andere Gefühle wie Wut und Traurigkeit sowie Mitgefühl sind schnell übermittelt.

Da die Bilder offenbar dem Kindchenschema entsprechen, berühren sie die entsprechende Gefühlsebene von Fürsorge bis Entzücken. Vor allem sorgen sie für positive Stimmung. Wer also gut gelaunt ist, ist offener und liest einen Beitrag eher, als wenn er nur vor einer „Bleiwüste” sitzt.

Das dürfte ein Grund sein, warum diese Symbole bei Werbung oder in Newsletter immer häufiger benutzt werden. OnPAGE schreibt, dass 92% aller Internetnutzer Emojis verwenden.

Zustimmung oder Ablehnung zu Inhalten oder Informationen benötigen Zeit.

Symbolreihe für den "Gefällt mir" auf Facebook
Symbolreihe für “Gefällt mir” auf Facebook
Bei der Informationsflut lässt sich das nicht immer in Worte fassen. Oftmals wurde gewünscht, dass der „Gefällt mir“-Button ein „Gefällt mir nicht“ dazu bekommt. Manchmal wollte ich einem Kontakt nur signalisieren, dass ich die Meldung gesehen habe. Wenn mir nur ein Teil gefiel, wurde es kompliziert. Dieses Problem der Kommunikation hatten wohl auch andere, so dass Facebook nun seinen „Gefällt mir“-Button durch Symbole mit Gefühlen ergänzt hat.

Emojis – eine Weiterentwicklung zu Emoticons

Emojis (japanisch: e = Bild, moji = Schriftzeichen) erweitern die einfachen Symbole zu kleinen Bildern, die ganze Sätze oder Abkürzungen verwenden.

Animiertes Emoji in Facebook statt ROFL
Animiertes Emoji in Facebook statt ROFL
Wurde bisher ein ROFL für „rolling on the floor laughing“ gesetzt, kann dies durch ein entsprechendes Bildsymbol ersetzt werden, wie dieser lachende Fuchs bei Facebook. Viele dieser Emojis sind inzwischen animiert, so wie dieser Fuchs, der nicht nur lachend am Boden liegt, sondern sich so lange schüttelt, solange die Maus draufgehalten wird.

Überhaupt sind animierte Bilder wieder im Kommen. Kurze Filmsequenzen, die sich laufend wiederholen, regen zum Schmunzeln oder Nachdenken an oder bringen einfach nur gute Laune.

Emojis und Emoticons verwenden

Emojis oder Emoticons sollten Sie in Diskussionen sparsam einsetzen. Ich habe es auch erlebt, dass Kontakte meine Statusmeldung regelrecht mit Emojis zugemüllt haben. Das behindert jede sinnvolle Diskussion und übernimmt die Funktion von Spam.

Vor allem müssen diese Bilder zur Diskussion passen. Dazu kommt, dass nicht alle den gleichen Geschmack haben. Es gibt sehr unterschiedliche Varianten von Farben, Formen und Gestalten, die durchaus teilweise befremdlich wirken. Dezent und weniger ist vor allem in öffentlichen Diskussionen angebracht.

Bei animierten Gifs müssen Sie bedenken, dass diese animierten Bilder nicht jedermanns Geschmack sind und bei manchen Internetnutzern sogar auf regelrechte Ablehnung stoßen. Hier gilt auf alle Fälle zu beachten, welche Zielgruppe Sie ansprechen wollen und was Sie speziell mit dem animierten Gif erreichen möchten.

Die Emojis, Emoticons oder animierten Gifs sind letztendlich eine nette Spielerei, die gute Laune verbreiten und wunderbar ablenken. Gefühle lassen sich auf diese Weise wunderbar transportieren, Missverständnisse teilweise vermeiden oder bereinigen.

Dennoch geht nichts über eine persönliche Kommunikation offline, da hier noch viel mehr Faktoren als das Ausdrücken von Gefühlen eine wichtige Rolle spielen.

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2 Gedanken zu “Emoticon oder Emoji in der digitalen Kommunikation”

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