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Das “Anti”-Buch

Es ist Buchmesse in Frankfurt und viele haben ihre Bücher noch rechtzeitig zum Messetermin veröffentlicht. Neben den üblichen Bucharten schleicht sich ein neuer Buchtypus ein: “Das Instant-Buch“.

Diese “Instant-Bücher” erscheinen aber nicht nur zur Messe, sondern werden das ganze Jahr über eifrig veröffentlicht.

Das Buch als Selbstvermarktung

Durch Blogs angeregt, tragen viele Autoren ihre Texte zusammen und veröffentlichen daraus ein Buch.

Auch ich trage mich mit dem Gedanken diesen Blog als Buch zu veröffentlichen, da ich in zwei Jahren viel Material zusammengetragen habe. Selbstständige Bürodienstleister finden hier im Blog viele Anregungen, die unterschiedlichen Perspektiven ihres Business kennen zu lernen und anzuwenden. In Buchform können diese Informationen zusammenhängender aufbereitet werden und lassen sich damit einfacher lesen.

Der Zweck heiligt bei einer Buchveröffentlichung nicht die Mittel. Ein Buch, das nicht durch Inhalte überzeugen soll, sondern nur dem sog. Autor dient, seinen “Namen” auf einem Buchdeckel gedruckt zu sehen, schadet leider den eher unbekannten Autoren. Das Problem ist, dass Leser schnell von Büchern mit Businesstipps, die eher Binsenweisheiten sind oder Blogzusammenstellungen, die manchmal nur eine Aneinanderreihung von Blogartikeln sind, auf alle Bücher dieses Genres schließen. Sie werden künftig solche Bücher nicht mehr anschauen, geschweige denn kaufen.

Der Harvard-Businessmanager spricht von “Instant-Büchern”, weil sie “kurz gerührt und aufgewärmt” und oft von Ghostwritern zusammengeschustert sind.

Bücher vermitteln Inhalte

Das Buch ist kein Marketinginstrument für den Vertrieb und zur Positionierung seines eigenen “Namens”. Es soll weiterführende Informationen vermitteln.

Bücher aus Blogs haben den Vorteil, dass Sie sich im Vorfeld in den Blogs der Autoren über Inhalte und Schreibstil informieren können.
Gute Blogs werden mit ihren Artikeln mit bestimmten Stichworten gut gefunden. Mancher Blogger hat die richtige Kombination gefunden und bloggt weniger, wenn er/sie ein neues Buch schreibt.

Ein guter Blogger freut sich darüber sein Wissen teilen zu können, deshalb steht vor jedem Buchprojekt ein gut geführtes Blog.

Bei Büchern mit reinen Businesstipps oder den beliebten Ratgebern für Existenzgründer sollte vor einem Kauf in einer Buchhandlung vor Ort unbedingt “quer” gelesen werden, um sich unliebsame Überraschungen zu ersparen. Für Autoren gilt das Gleiche wie für Blogger: es muss viel Geduld und Zeit investiert werden. Braucht ein Blogger durchschnittlich drei Jahre, um einen Leserstamm zu gewinnen, benötigt ein Autor drei Bücher, um einen bestimmten Bekanntheitsgrad zu erzielen. Mit inhaltslosen Büchern wird aber nur den Markt verstopft ohne Mehrwert für Autor oder Leser.

Ein gutes Buch ist automatisch eine Reputation für den Autor. Umgekehrt wird allerdings das Gegenteil erreicht. Als Ladenhüter ist nicht einmal ein interessantes Werbegeschenk.

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2 Gedanken zu “Das “Anti”-Buch”

  1. Bei Büchern ist es wie bei Blogs, Seminaren, Vorträgen und Coachings auch: Oft wird alter Wein in neuen Schläuchen verkauft.

    Es gibt Menschen, die solche vermeintlichen Innovationen gut verkaufen. Sicher gibt es auch Leute, die an ihre (minimal von früheren, ähnlichen Ideen anderer Leute abweichenden) Ideen glauben.

    Im Zweifel hilft immer noch die gute alte Buchhandlung, in der man ein Buch querlesen kann, bevor man viele Seiten Geschriebenes aber nichts Gesagtes für gutes Geld kauft.

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