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Für mehr Vitalität auf der Arbeit: Wasser von der Steuer absetzen

15. Mai 2017 verfasst von Gastautroin Sina Flicker

Kaum einer setzt sich gerne mit dem Thema Steuern auseinander. Welche Vorteile allerdings dabei entstehen, wenn man tiefere Recherchen betreibt, wird oft unterschätzt. Die eigenen Mitarbeiter mit Wasser und anderen Getränken zu versorgen, ist hierbei ein gutes Beispiel. Kostenloses Trinken ist in der heutigen modernen Arbeitswelt nicht mehr nur „nice to have“, sondern wird von den meisten Arbeitnehmern vorausgesetzt. Denn frische Getränke, darunter vor allem Wasser, fördern nicht nur die Gesundheit von Mitarbeitern, sondern auch die Arbeitsmoral.

Wasser muss sein

Jemanden, der behauptet, ohne Wasser auf der Arbeit auszukommen, dem kann man nur schwer glauben. Bei einer 40-Stunden-Woche, vor allem im Büro, ist es ohne Wasser kaum auszuhalten. Wenn wir zu wenig Wasser trinken, macht sich das oft durch Müdigkeit oder Kopfschmerzen bemerkbar. Es ist also sehr wichtig, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wenn diese vom Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung gestellt wird, erhöht es das Trinkverhalten jedes Mitarbeiters. Wie oft vergisst man morgens vor lauter Stress die Wasserflasche zu Hause, oder muss diese in der vollen Bahn in die letzte freie Ecke der Tasche stecken. Ob ein voller Kalender, Meetingraum oder eine lange Telefonkonferenz, es gibt tatsächlich kaum eine nettere Erfrischung als ein Glas kühles Wasser. Nicht ohne Grund ist und bleibt es neben dem Kaffee, das beliebteste und vor allem gesündeste Getränk im Büro.

„Ein Wasser bitte.“

Fast in jedem Kundentermin oder Personalgespräch taucht die Frage auf: „Möchten Sie einen Kaffee oder ein Glas Wasser?“ Tatsächlich werden jährlich Tausende von Liter an Wasser oder Kaffee im „betrieblichen“ Rahmen getrunken. Wie diese Ausgaben in die Steuerklärung fließen, ist daher eine berechtigte Frage. Hierzu steht der Anlass im Mittelpunkt, warum die Getränke verzehrt werden. Alles, was im geschäftlichen und betrieblichen Bereich stattfindet, ist laut Gesetzgeber von der Steuer absetzbar. Ein Termin mit einem Kunden fällt unter einen „geschäftlichen“ Rahmen und eine interne Weiterbildung der Mitarbeiter als „betrieblich“. Handelt es sich um einen privaten Anlass, wenn zum Beispiel der Chef seinen Geburtstag am Wochenende feiert und seine Mitarbeiter einlädt, dann sind die Getränke nicht steuerlich absetzbar.

Wasser als Aufmerksamkeit

Wasser als Aufmerksamkeit

Getränke als Aufmerksamkeit oder Bewirtung?

Als wäre das Thema Steuern nicht schon kompliziert genug, unterscheidet der Gesetzgeber, ob es sich bei den Getränken im Betrieb um sogenannte „Bewirtungen“ oder „Aufmerksamkeiten“ handelt. Das Finanzamt kann die Ausgaben zu entweder 70 Prozent oder aber auch 100 Prozent anerkennen. Zählen die Getränke zur „Bewirtung”, können bis zu 70 Prozent steuerlich abgesetzt werden. Wie der Name Bewirtung bereits voraussagt, bezieht es sich hier oft auf Speisen und Getränke, die während eines Geschäftsessens in einem Restaurant verzehrt werden. Die Bewirtungskosten müssen durch eine Rechnung belegt werden und explizit als solche gekennzeichnet sein. Die 70 Prozent können nur abgesetzt werden, wenn es für das Finanzamt einen offensichtlichen Nachweis dafür gibt, dass es sich um eine geschäftliche oder betriebliche Angelegenheit handelte.

Unter „Aufmerksamkeiten“ fließen dagegen beispielsweise Gebäck, Häppchen, Tee, Wasser, Kaffee oder diverse Softdrinks. Wenn zum Beispiel Wasser als höfliche Geste angeboten wird, fällt es unter „Aufmerksamkeiten“ und kann somit zu 100 Prozent als Betriebsausgabe abgesetzt werden. In welcher Art und Form das Wasser angeboten wird, Mineral- oder Leitungswasser, ob in Glasflaschen, PET oder auch durch Wasserspender, kann man individuell bestimmen und hängt mit keinen steuerlichen Verpflichtungen zusammen. Das gilt sowohl für betriebliche Angelegenheiten, wie zum Beispiel hausinterne Schulungen, aber auch für die dauerhafte Bereitstellung von Wasser für die Mitarbeiter. Wasser welches in Kundenterminen angeboten wird, zum Beispiel am eigenen Messestand oder in einem Verkaufsgespräch, kann ebenfalls als „Aufmerksamkeit“ verbucht werden. Die Getränke dürfen in diesem Falle allerdings nur im Betrieb selbst oder der Lokalität (Messe) getrunken werden und dienen nicht der privaten Mitnahme.

Sich neben seiner privaten Steuererklärung also auch etwas mit den betrieblichen Steuerangelegenheit auseinanderzusetzen, kann den eigenen Steuerhorizont erweitern. Auch wenn es erst schwierig erscheint, zwischen all den Begriffen wie „Aufmerksamkeiten“ oder „Betriebskosten“ zu unterscheiden, am Ende ist man doch schlauer geworden. Falls der eigene Betrieb oder das Unternehmen, das mit den Aufmerksamkeiten noch nicht wusste, kann man nun darauf aufmerksam machen.

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
Quantitäten machen einander
den Raum streitig.
Qualitäten ergänzen einander.”

Dietrich Bonhoeffer

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