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Weihnachtspost – sinnvoll?

28. November 2016 verfasst von Astrid Radtke

Jedes Jahr stellt sich spätestens nach dem 1. Advent die gleiche Frage: Wie verfahre ich mit der Weihnachtspost? Viele kommen wieder davon ab, am Weihnachtstag Geschäftspartner E-Mails zu versenden. Zwar ist dies die preiswerteste, aber im Grunde die unpersönlichste Form des Weihnachtsgrußes.

Weihnachtspost – mit einer kleinen Aufmerksamkeit Wertschätzung zeigen.

Viele Unternehmer fragen sich: Ist Weihnachtspost überhaupt notwendig? Oder ist es albern, wenn Sie das gesamte Jahr über kaum Kundenkontakt hatten, sich an Weihnachten aber bei dem Kunden melden? Ich denke, es ist eine damit verbundene Geste, die bei vielen Kunden gut ankommt, weil an sie gedacht wurde. Die Form des Weihnachtsgrußes ist ausschlaggebend.

Wichtig ist, dass Sie Ihre Weihnachtspost tatsächlich bewusst verschicken. Je persönlicher Sie diese Briefe gestalten, umso besser werden Sie bei Ihrem Kunden im Gedächtnis bleiben.

Mit der Weihnachtspost lassen sich gleichzeitig die Wünsche für das kommende Jahr verbinden. Verweisen Sie auf Ihren letzten Kontakt oder das letzte Projekt, das sie gemeinsam abgewickelt haben. Das unterstreicht den persönlichen Ansatz.

Verstehen Sie Weihnachtspost nicht als „Pflichtübung“

Unabhängig, ob E-Mail oder Brief, das Interesse am Geschäftspartner ist mehr als eine verpflichtende Weihnachtspost. Sie dient dazu, dem Geschäftspartner Interesse und Aufmerksamkeit zu zeigen, verbunden mit der Bereitschaft vor allem Zeit zu investieren.

Ein Kunde, Interessent oder Lieferant merkt schnell, ob Ihre Sekretärin den Verteiler abarbeitet, oder ob Sie für eine persönliche Variante sorgen.

Kleine Weihnachtsgeschenke für Kunden

Kleine Aufmerksamkeiten als Zeichen der Wertschätzung
©Bürodienste in

Zudem sprechen weitere Gründe für Weihnachtspost:
  • Wertschätzung:
    Zeit für die Geschäftspartner aufbringen und ihen einmal im Jahr für eine produktive Zusammenarbeit mit Weihnachtsgrüßen danken.

  • Personenbezogener Kontakt:
    Mir scheint, dass der persönliche Kontakt wieder vermehrt in den Vordergrund tritt. Eine personenbezogene Ansprache bewirkt eine positive Einstellung beim Angeschriebenen. Selbst große Firmen legen wieder mehr Wert auf die Regionalität im Kundenkontakt.

  • Kontakte aktivieren:
    Sie kennen es aus dem privaten Bereich, spätestens an Weihnachten melden Sie sich bei Menschen, die Sie nicht völlig aus den Augen verlieren möchten. Das gilt genauso im Geschäftsbereich für Kunden, die schon länger keine Aufträge mehr erteilt beziehungsweise erhalten haben.

 
Meist treffen Sie die richtige Entscheidung, wenn Sie Ihre Weihnachtspost so erledigen, wie Sie sie für sich wünschen würden. Ob Sie Ihren Weihnachtsgruß durch ein sinnvolles Werbegeschenk erweitern wollen oder ob Sie dieses Geschenk lieber persönlich überreichen, ist ein anderes Thema. Das hängt in erster Linie von der Intensität Ihrer Beziehung ab. Neben praktischen Geschenken wie Schreibstifte – am besten nachfüllbar – bis zu einem kleinen Empfang im eigenen Haus sind dem Ideenreichtum natürlich keine Grenzen gesetzt. Dem Geschäftspartner zu zeigen, dass man auch außerhalb der geschäftlichen Beziehung an ihn denkt, trägt zu einem wertschätzenden Umgang bei und fördert die Kommunikation.

Weihnachtsgrüße per E-Mail

Der Versand per E-Mail wird häufig damit begründet, dass das eingesparte Geld einem wohltätigen Zweck zugute kommt. Auch ich erhalte immer wieder Weihnachtsgrüße per E-Mail, mit der Begründung dass das eingesparte Geld für Karten und Porto entsprechend verwendet wird. Grundsätzlich ist gegen E-Mails an Weihnachten nichts einzuwenden, wenn sie persönlich gestaltet sind. Andererseits sind E-Mail-Programme inzwischen so eingestellt, dass sie Massensendungen erkennen und sie in den Spam-Filter befördern, deshalb ist eine persönliche Gestaltung von Vorteil.

Diese persönliche Gestaltung ist auch bei E-Mails mit einem gewissen Aufwand verbunden und beinhaltet die gleichen Anforderungen wie für einen Brief.

  • Betreffzeile
  • korrekte Anrede
  • personenbezogener Text
  • ansprechendes weihnachtliches Motiv
  • Grußtext mit Firmenangabe

 
Häufig erhalte ich Mails mit inhaltlich ähnlichen Aussagen wie: „Allen meinen Geschäftspartnern danke ich für die intensive Zusammenarbeit und wünsche …“ Warum solche Mails überhaupt versendet werden, bleibt mir ein Rätsel. Wenn mein Spam-Filter diese Mails nicht aussortiert, lösche ich sie, ohne zu gucken, wer mich mit diesem nichtssagenden Gruß „beglücken“ wollte.

Weihnachtsbriefe statt E-Mails zu Weihnachten

Sie sollten also genau überlegen, wem Sie Mails zuschicken wollen oder ob Sie grundsätzlich nur Weihnachtskarten versenden. Die persönlichste Form ist eben der Brief, der im Postkasten liegt. Mich freut es immer, wenn ich mal einen Brief erhalte, der weder Werbung noch Rechnung ist. Der haptisch veranlagte Mensch hält eben gerne was in Händen. Eine schöne Unterschrift mit Füller rundet das Bild ab und zeigt, dass sich hier jemand für mich Zeit genommen hat. Die Karte vollständig mit der Hand zu schreiben, ist eine schöne Geste, aber liegt nicht vielen, zumal nicht jeder über eine schöne Handschrift verfügt.

Natürlich wird bei dem Weihnachtsbrief mit Copy und Paste bzw. Serienbrieffunktion gearbeitet. Dennoch bedeutet der Brief einen erhöhten Aufwand gegenüber E-Mails, abgesehen von zusätzlichen Kosten für Karten und Porto.

Das i-Tüpfelchen ist eine schöne Briefmarke. Mit den selbstklebenden Marken ist das heute kein allzu großer Aufwand. Weihnachtsbriefe, die durch die Frankiermaschine laufen, haben etwas von Massenabfertigung. Das entspricht für mich fast dem Versenden einer Mail an Weihnachten.

Die Gefahr beim E-Mail-Versand über Verteilerlisten gegen Datenschutzvorgaben zu verstoßen, wird häufig unterschätzt. Hier sind Sie mit dem Weihnachtsbrief, selbst wenn er über die Serienbrieffunktion erstellt wurde, eindeutig auf der sicheren Seite.

Der Weihnachtsbrief kann so eine Wertschätzung für die bisherige Zusammenarbeit darstellen.
Da er materiell ist, wird er in vielen Unternehmen an einem exponierten Platz aufgestellt. Er ist damit selbst dann sichtbar, wenn die Technik abgeschaltet ist.

Bunte Briefumschläge

Wenn Sie bunte Briefumschläge für Ihre Weihnachtspost bevorzugen, erkundigen Sie sich, welche Mehrkosten für Sie entstehen können. Das kann teuer werden, denn aufgrund technischer Gegebenheiten müssen diese Briefe handsortiert werden. Da diese Regelung nun seit einigen Jahren bekannt ist, so dass mit Ausnahmen nicht mehr zu rechnen ist.

Weihnachtspost gestalten

Natürlich wird ein Firmeninhaber in den seltensten Fällen die Weihnachtspost selbst erstellen.
Wenn die Sekretärin die Weihnachtpost nicht unterschriftsreif gestaltet, besteht die Möglichkeit, diese Aufgabe an einen externen Bürodienstleister zu vergeben, der in Abstimmung den aufwändigen Teil der Weihnachtspost übernimmt.

Dazu gehören:
  • Gestaltung des Briefes einschließlich Motivsuche
  • Adressen aktualisieren
  • Serienbrieferstellung
  • Rechtzeitige Vorlage zur Unterschrift
  • Versand mit allen Vorbereitungen

 
Die Angaben der Geschäftsleitung, wer direkt einen Weihnachtsgruß mit oder ohne Werbegeschenk erhalten soll, müssen entsprechend vorbereitet werden.

Sekretärinnen haben ein Gefühl dafür entwickelt, wie Weihnachtspost umgesetzt werden kann. Sie nutzen ihre Kreativität und verstehen alle technischen Möglichkeiten effizient zu nutzen.

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

14 Kommentare zu “Weihnachtspost – sinnvoll?”

  1. LarsKo sagt:

    Es heistt nicht umsonst, das kleine Aufmerksamkeiten die Freundschaft erhalten. Übertragen auf das Geschäftsleben, sollte man schon seiner Kundschaft in irgendeiner Form Danke für die gute Zusammenarbeit sagen. Praktisch wenn man dann einen privaten Concierge Service hat, der diese Arbeit übernimmt. So sollte an jeden gedacht sein

  2. […] Weihnachtspost – sinnvoll? Astrid Radtke (@BD_in) in Bürodienste in:: Jedes Jahr stellt sich spätestens nach dem 1. Advent […]

  3. […] Weihnachtspost – alle Jahre wieder die gleiche Frage […]

  4. Auch dieses Jahr ist es wieder soweit, höchste Zeit sich um die Weihnachtsgrüße zu kümmern.

    Meine erste Weihnachtskarte habe ich pünktlich zum 1. Advent erhalten, es ist jedes Jahr vom gleichen Absender ein kleiner Adventskalender. Außerdem ist die Karte jedes Jahr mit wechselnden Motiven, aber der Stil bleibt gleich. Eine sehr schöne Strategie, sich aus der Masse hervorzuheben und sich in Erinnerung zu bringen.

  5. Astrid Radtke sagt:

    Liebe Teilnehmer und Leser,

    ich habe mich dieses Jahr über viele handgeschriebene Weihnachtsgrüße freuen dürfen.

    Aber auch die Emails waren persönlich gestaltet mit selbst entworfenen Bildern oder Fotografien eigener Plastiken zu Weihnachten.

    Vielen Dank!!

  6. Hier stimme ich genau zu: Auf den Inhalt kommt es an. Ich habe diese Woche wieder – wie jedes Jahr – von einem Geschäftspartner die übliche Standard-Weihnachtskarte bekommen. Das Besondere daran ist, dass er jedes Jahr ein bis zwei persönliche Sätze auf die freie Seite schreibt. Mit der Hand, wohlgemerkt!

    Dies ist die Weihnachtskarte, über die ich mich wirklich freue, weil sie so persönlich ist – nicht weil sie so schön bunt oder ausgefallen ist.

    Eine solche Karte vermittelt dem Empfänger Wertschätzung, wovon man bei komplett gedruckten Karten oder Massen-E-Mails nicht reden kann. Macht ein bisschen Arbeit, aber ich finde, der Aufwand lohnt sich.

    Gabriele Knapp
    http://www.officeservice-knapp.de

  7. Das Thema ist ja jetzt wieder aktuell. Daher noch ergänzend: wer seine Weihnachtskarte professionell gestalten will, kann sich an einen Designer wenden.
    Und noch ein Beispiel für tolle handgemachte Weihnachtspost: In der Werbeagentur, in der ich meine Ausbildung gemacht habe, wurde jedes Jahr ein DIN A3 Blatt mittig gefaltet, außen wurde von Hand mit farbiger Tinte ein Text kalligraphiert und innen dann noch von Hand ein Text zu einem bestimmten Thema geschrieben (wobei die Innenseiten kopiert wurden, die Außenseite aber tatsächlich zig Male individuell geschrieben). Ein riesen Aufwand, der aber von den Kunden honoriert wurde. Manche Kunden haben diese Karten sogar gesammlt und an eine Wand gehängt.

    Viele Grüße
    Katja Schweiker

  8. […] « Weihnachtspost – alle Jahre wieder die gleiche Frage […]

  9. Thema „bunte Briefumschläge“:
    Es gibt einen einfachen Trick, nicht auf bunte Briefumschläge verzichten zu müssen: Ein weißer Adressaufkleber!

    Ist vielleicht nicht ganz so schön wie die mit goldenem oder silbernem Stift auf dunkelrotem Briefumschlag geschriebene Adresse, aber, dadurch spart man 35 Cent pro Brief!

    Viele Grüße
    Stefanie Röper

    • Astrid Radtke sagt:

      Ganz so einfach ist es leider nicht, denn es geht um die sog. Kodierzone und die ist unten über 2/3 des Briefes. Mit dem Link „technische Gegebenheiten“ im Text unter der Überschrift „Bunte Briefumschläge“ wird der Maschinenlesebereich aufgezeigt. Da bleibt dann leider nicht mehr viel von buntem Briefumschlag übrig :-((

      • Bisher habe ich mit einem entsprechend großen weißen Aufkleber keinerlei Probleme bei der Post erlebt. Fakt ist ja auch, dass auch handschriftlich geschriebene Adressen nicht maschinenlesbar sind und daher gern länger dauern, aber, es ist eine Alternative, um Porto zu sparen, auch, wenn der „bunte Umschlag“ dann nur noch 1/3 bunt ist :-))

        Aber, seinen wir ehrlich: Auf den Inhalt kommt es an, nicht auf den Aufkleber oder gar den bunten Umschlag :-))

  10. […] Weihnachtspost – alle Jahre wieder die gleiche Frage Astrid Radtke (@BD_in) in Bürodienste in:: Spätestens mit dem 1. Advent wird klar: auch dieses […]

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
Quantitäten machen einander
den Raum streitig.
Qualitäten ergänzen einander.”

Dietrich Bonhoeffer

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