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Bilder beliebt und viel gefragt – rechtlich oft schwierig

5. Januar 2016 verfasst von Astrid Radtke

Der alte Spruch ein „Bild sagt mehr als tausend Worte“ stimmt meines Erachtens nicht immer, denn ein Bild lässt viel Raum für Interpretation beim Betrachter. Andererseits hat es sich wirklich gezeigt, dass ein aussagefähiges Bild zum Lesen eines Textes anregt. Auch ein Link wird eher angeklickt, wenn er mit einem Bild verknüpft ist.

Deshalb werden immer mehr Bilder gesucht, die zu einer Website oder einem Artikel passen könnten.

Bilder fallen nicht vom Himmel

Ich lese immer wieder, dass kostenlose Bilder gesucht werden. Scheinbar lässt sich der Aberglaube, dass im Netz alles „umsonst“ sei, nicht unterkriegen.

Fotografen nehmen sich viel Zeit für ihre Bilder, beim Fotografieren genauso wie beim Aussuchen und der Nachbearbeitung. Schon aus diesem Grund haben sie es verdient, dass ihre Leistung honoriert wird. Von einem Danke kann keiner leben.

Ein Bild, das den Betrachter beeindruckt, benötigt einen guten Fotografen. Dieser erfüllt ein paar wichtige Voraussetzungen:
  • Der richtige Blick:
    Motive zu erkennen, ist nicht jedermanns Sache. Ein guter Fotograf weiß, aus welcher Perspektive er eine Landschaft, ein Gegenstand oder ein Lebewesen am effektivsten aufnehmen muss.
  • Der richtige Zeitpunkt:
    Hier spielen Lichteinfall und Blickwinkel eine Rolle.
  • Die passende Zusammenstellung:
    Vor allem bei Gegenständen ist eine gute Komposition der einzelnen Gegenstände maßgeblich für ein ansprechendes Bild.
  • Die Farbe:
    Farben müssen gut aufeinander abgestimmt sein und sind damit ein besonders heikler Punkt. Am besten sind Bilder, die kaum nachbearbeitet werden und nur durch das richtige Licht und die passende Blende ausgeleuchtet wurden.

 
Neben dem zeitlichen Aufwand, der für ein Foto immens sein kann, kommt also Kreativität dazu, die das Bild richtig in Szene setzt. Es sollte für Sie also selbstverständlich sein, dass Sie für diese Leistung auch einen Obolus entrichten.

Es gibt eine ganze Reihe von Anbietern, die einzelne Bilder günstig verkaufen. Mit diesen Anbietern ist zudem gewährleistet, dass die Bilder rechtmäßig erworben wurden. Wichtig ist, dass die Bilder lizenzfrei sind. Am bekanntesten ist fotolia und auch bei Clipdealer habe ich gute Fotos gefunden.

Mit dem Begriff „lizenzfreie Fotos“ werden Sie in den Suchmaschinen für weitere Anbieter im Netz schnell fündig.

Bilderrechte: Urheberrecht und lizenzfreie Bilder

Vor allem bei kostenlosen Bildern ist die Rechtslage oft sehr undurchsichtig. Kostenlos kann manchmal richtig teuer werden, wenn die Abmahnung folgt.

Kostenlos heißt nicht immer lizenzfrei und schon gar nicht ohne Urheberrechte. Ist das nicht eindeutig ersichtlich, sollte lieber auf ein kostenloses Foto verzichtet werden.

Übrigens heißt lizenzfrei nicht automatisch ohne Urheberrecht, sondern ist die Sicherheit, dass gegen eine Gebühr ein Bild von einem bestimmten Urheber zeitlich und unbegrenzt oft benutzt werden darf. Oft muss auch bei einem lizenzfreien Bild der Urheber genannt werden. Ich finde das auch völlig richtig.

Natürlich gibt es auch sogenannte „gemeinfreie“ Fotos, an denen kein Urheberrecht mehr besteht. Diese Fotos sind kostenlos. Dazu muss der Urheber ausdrücklich auf alle Schutzrechte verzichten. Ob ich damit auf der sicheren Seiten bin, wenn mir „gemeinfreie“ Bilder angeboten werden, weiß ich nicht. Hier sollten Sie im Impressum nach dem Verantwortlichen schauen, um bei Forderungen des Urhebers auf diesen verweisen zu können.

Wer Bilder kostenlos verwendet, sollte sich beim entsprechenden Portal eine schriftliche Zusage holen, dass dieses Bild genutzt werden darf. Ist kein Impressum vorhanden, handelt es sich wahrscheinlich um ein sogenanntes Piratenportal, das bei Regressforderung blitzschnell wieder verschwindet.

Ein Fotograf, dessen Urheberrechte verletzt wurden, hält sich nun an dem Nutzer schadlos, bei dem er das Bild gefunden hat.

Wer sich mit dem Thema vertiefend auseinandersetzen möchte, für den habe ich ein paar Links zusammengestellt.

 
Auf der sicheren Seite sind Sie auf alle Fälle, wenn Sie gegen eine meist geringe Gebühr ein Bild erwerben. Bei Rückfragen können Sie sich an den Händler wenden bzw. auf den Händler verweisen.

Eigene Bilder

Natürlich besteht die Möglichkeit, selbst zu fotografieren. Von Handyfotos sollte dennoch Abstand genommen werden, da deren Qualität oft zu wünschen übrig lässt. Je nachdem, welche Fotoqualität Sie erreichen wollen, benötigen Sie eine entsprechende Kamera.

Auch beim Fotografieren mit der eigenen Kamera müssen gewisse Dinge beachtet werden. Sogar beim Fotografieren von öffentlichen Gebäuden gibt es unterschiedliche Rechtsnormen. Die sogenannte Panoramafreiheit wird in den EU-Ländern unterschiedlich gehandhabt, vor allem wenn es um die kommerzielle Nutzung dieser Bilder geht.

Der Spiegel weist in dem Artikel EU-Parlament verteidigt Panoramafreiheit darauf hin, dass das Fotografieren von öffentlichen Gebäuden grundsätzlich gestattet sei, vor allem wenn es um private Nutzung geht. Dennoch gilt in einzelnen Ländern der EU unterschiedliches Recht und nur in Deutschland dürfen Bilder von öffentlichen Gebäuden zur Zeit noch kommerziell genutzt werden.

Neben dem rechtlichen Aspekt steht für mich der qualitative Aspekt im Vordergrund. Wer selbst schon öfter fotografiert hat, weiß, wie viel Zeit er hier investieren muss, um aus 50 Bildern fünf gelungene herauszufinden.

Manchmal braucht es auch bei einem schönen Foto etwas Glück :)

Fallende Blätter - den richtigen Augenblick festhalten © Bürodienste-in

Fallende Blätter – den richtigen Augenblick festhalten
© Bürodienste-in

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

5 Kommentare zu “Bilder beliebt und viel gefragt – rechtlich oft schwierig”

  1. […] Bilder beliebt und viel gefragt – rechtlich oft schwierig Astrid Radtke (@BD_in) in Bürodienste in:: Der alte Spruch ein Bild sagt mehr als tausend Worte, […]

  2. Auch bei Porträtfotos von sich selbst, die man auf der eigenen Homepage verwendet, ist Vorsicht geboten. Denn das Urheberrecht liegt beim Fotografen und Missachtung kann leicht teuer werden.

    Lassen Sie Bilder von einem Fotografen anfertigen, sollten Sie sich entsprechende Nutzungsrechte einräumen lassen um nachträglichen Streit zu vermeiden. Eventuelle Gerichts- und Anwaltskosten können schnell in den vierstelligen Bereich gehen.

  3. Schon allein wie Bilder auf Plattformen gelangen und dass deren Betreiber keine Haftung bei Nutzung übernehmen, zeigt, dass bei kostenlos große Vorsicht geboten ist.
    http://www.welovecontent.de/content-marketing/bildrechte-wer-wagt-verliert/

  4. Besonders Abmahnung können sehr teuer werden und flattern Nutzern von pixelio immer wieder ins Haus
    Diese “Entscheidung begrenzt utopische Abmahnforderungen”
    http://www.e-recht24.de/news/urheberrecht/10029-pixelio-urteil-endlich-wende-in-abmahnfaellen.html

  5. […] Bilder beliebt und viel gefragt – rechtlich oft schwierig […]

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
Quantitäten machen einander
den Raum streitig.
Qualitäten ergänzen einander.”

Dietrich Bonhoeffer

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