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Unternehmensdarstellung in Social Media

3. September 2015 verfasst von Astrid Radtke

Da die klassischen Akquise-Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind und auch oft nicht den gewünschten Erfolg erbringen, werden Marketing-Aktivitäten zunehmend ins Internet verlagert. Hier bieten sich die sozialen Netzwerke mit ihren „Communities“ an. Die beste Möglichkeit, um auf sein Unternehmen aufmerksam zu machen, sind Unternehmensprofile. Damit diese erfolgreich sind, muss einiges beachtet werden.

Viele Online-Communities: die Qual der Wahl

Wer sich mit seinem Unternehmen in einem sozialen Netzwerk einträgt, stellt sich die klassische Frage des Marketing: Wen möchte ich mit welchem Ziel erreichen? Die Auswahl ist groß und wer nicht viel Zeit hat, sollte sich auf die bekanntesten beschränken. Aber auch hier gibt es wichtige Unterscheidungsmerkmale:

  • Xing ist ein reines Geschäftsportal, in dem sich Selbstständige und Angestellte austauschen. Es wird überwiegend in Deutschland genutzt und ermöglicht den Austausch in Gruppen. Es wird in erster Linie für den Vertrieb genutzt. Interessant ist vor allem die Möglichkeit, sich in Regionalgruppen persönlich auszutauschen.
  • Facebook ist bekannt und umstritten, dabei liegt der Umgang in der Verantwortlichkeit des Nutzers. Neben der sogenannten Unternehmensseite ist ein persönliches Profil von Vorteil. Als Einzelperson kann ich in Gruppen eintreten und in offiziellen Beiträgen mit anderen Teilnehmern diskutieren. Dadurch ergeben sich Kontakte, die sich möglicherweise auch für meine Unternehmensseite interessieren.
  • Google plus arbeitet ähnlich wie facebook mit einem persönlichen und einem Unternehmensprofil. Wer bei facebook zu große Ressentiments hat, findet hier eine Alternative. Gruppen sind etwas anders strukturiert und auch besser auffindbar.
  • Twitter ist in erster Linie für kurze Nachrichten geeignet. Gut ist, dass Meldungen von der facebook-Unternehmensseite direkt mit Twitter verlinkt werden können. Dennoch sollten nicht alle Meldungen auf Twitter ausschließlich aus facebook stammen, da die Kommunikation auch innerhalb von Twitter stattfindet.
  • LinkedIn ist eine Mischung aus Xing und facebook und dient in erster Linie internationalen Geschäftskontakten.

 
Da bis auf Xing, diese Communities kostenfrei sind, „bezahlt“ der Nutzer mit seinen Daten, die für Werbung ausgewertet werden.

Impressum

Auf jeder Unternehmensseite muss das Impressum der Firma vermerkt sein. Abmahner suchen hier gerne ihre „Beute“.
Leider hat so jedes Netzwerk seine ganz speziellen Varianten, das Impressum einstellen zu können. Auch hier gilt, das Impressum muss von allen Seiten der Unternehmensseite aus aufrufbar sein.

Hier die bekanntesten Netzwerke:
  • Xing hat inzwischen die Darstellung des Impressums wesentlich verbessert und damit auch enorm vereinfacht. Viele alte Xing-Teilnehmer wissen das nicht. Deshalb ist es bei ihnen versteckt bzw. nur auf der Seite des Portfolio. Das ruft aktuell einige Anwälte auf den Plan, die offenbar sonst nichts zu tun haben.
    Jeder Teilnehmer von Xing sollte deshalb umgehend sein Impressum aktualisieren, da bei Xing in erster Linie Geschäftsleute aktiv sind.
  • Bei Google plus findet sich in „Seite bearbeiten“ im Unternehmensprofil ein Link zur Bearbeitung zum Impressum. Dieses erscheint anschließend unter dem Unternehmenslogo / Profilbild.
  • Twitter ermöglicht, im Profil einen direkten Link auf das Impressum der Website zu setzen.
  • Facebook bietet mit der gesonderten Impressumsrubrik völlige Rechtssicherheit. Unter Einstellungen, Seiteninfo steht eine Zeile für das Impressum, in der der Impressumsvermerk einschließlich Link zum Impressum der Website des Unternehmens eingefügt werden kann.
    Damit das Impressum sichtbar wird, darf die Unternehmensseite nicht nur regional angegeben sein. Das ist ganz besonders wichtig, damit die Adresse bei allen mobilen Zugängen erscheint. Die Impressum-App, die facebook zur Verfügung stellt ist hier nicht mehr ausreichend.

Unternehmensprofil

Jede Plattform hat die Möglichkeit, ein Unternehmensprofil zu erstellen. Dabei sollten ein paar wesentliche Punkte beachtet werden.

  • Ein persönliches Profil sollte grundsätzlich ein persönliches Bild haben. Es ist auch erwiesen, dass mit Personen mit einem echten Foto eher Kontakt aufgenommen wird. Bei Xing sind persönliches Profil und Unternehmensprofil identisch. Hier ist ein professionelles Foto einem Urlaubsfoto oder einem Schnappschuss auf alle Fälle vorzuziehen. Ein reines „Passfoto“ ist ebenso wenig zu empfehlen. Allerdings habe ich es da schon erlebt, dass Agenturbilder verwendet werden. Diese können über Tineye herausgefunden werden – es sei denn, es handelt sich um einen Bildausschnitt.
  • Bei facebook und google plus sind Unternehmensprofil und persönliches Profil strikt getrennt. Alle Beiträge im Unternehmensprofil sind automatisch öffentlich. Deshalb ist es hier besonders wichtig, seine Unternehmensseite unternehmensgerecht zu gestalten. Wer möchte, kann einen Spezialisten für eine Unternehmensseite beauftragen.
    Beim Unternehmensprofil ist das Logo als „Profilbild“ ausreichend.
  • Unternehmensprofile können auch auf öffentlich zugänglichen Plattformen wie z. B. bei „Bürodienste in“ erstellt werden wie hier für Büroservice Kreuzinger oder wie in den Autorenprofilen in einem Blog für einen Spezialisten rund um die IT-Administration und Computerservice – Kornwestheim/Stuttgart.

Profilpflege in sozialen Netzwerken kostet Zeit

Nicht nur die Erstellung eines aussagefähigen Profils ist zeitaufwändig, auch die anschließende Zeit für die Pflege dieses Profils muss einkalkuliert werden.

Wer seine Selbstständigkeit aufgegeben hat, denkt oft nicht dran, alle kostenfreien Profile zu löschen. Das bedeutet in der Umkehrung, dass Unternehmensseiten, die kaum Einträge aufweisen oder deren Einträge bereits kurz nach der Erstellung aufhören, zu einem Unternehmen gehören können, das nicht mehr existiert. Für ein bestehendes Unternehmen ist also eine nicht aktualisierte Seite die schlechteste „Werbung“.

Deshalb steht am Anfang Ihrer Planung, welche sozialen Netzwerke am besten zu Ihnen passen und wie Sie sie nutzen wollen. Anschließend lässt sich die entsprechende Zeit kalkulieren. Zwei bis drei Stunden in der Woche sollten es schon sein. Wenn Sie sich an Diskussionen beteiligen, werden Sie durchaus mehr Zeit aufwenden. Daraus können jedoch interessante Kontakte entstehen. Stecken Sie hier Ihren zeitlichen Rahmen genau.

Diskussionen in Foren und Gruppen

In allen Netzen besteht die Möglichkeit, dass Sie an Foren und Gruppen teilnehmen und Sie sich an Diskussionen beteiligen. Dabei ist es wichtig, dass Sie daran zu denken, dass Sie immer ein Teil Ihrer Firma ist und diese auch repräsentieren – unabhängig ob Angestellter oder Selbständiger. Deshalb müssen Sie unbedingt auf Wortwahl und Diskussionsstil zu achten. Wenn Ihnen wirklich mal das Temperament durchgegangen ist, können Sie diese Beiträge eventuell später löschen.

Wichtig ist, dass diese Netzwerke in erster Linie Freude bereiten sollen: sich u n d den anderen. Die Möglichkeit, Interessenten auf Ihre Selbstständigkeit aufmerksam zu machen, ist im Hinterkopf immer vorhanden, aber solange Sie aktiv an Diskussionen teilnehmen, geht es in erster Linie um den Leser und dessen Interessen.

Das gilt auch für Links, die Sie teilen. Achten Sie dabei darauf, dass allgemein interessante Links im Vordergrund stehen und Links, die auf Ihre eigene Website oder Blogartikel verweisen, nachrangig sind.

Anbieter von sehr bekannten Blogs beschränken sich inzwischen drauf, fast ausschließlich eigene Artikel zu verlinken. Da hier täglich ein neuer Artikel hinzukommt und einen bestimmten Interessentenkreis anspricht, hat diese Form seine Berechtigung. Diese Art von Themenblogs können als Online-Magazin zu einem bestimmten Themenkomplex angesehen werden und veröffentlichen diese Artikel wie andere Online-Zeitungen.

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

2 Kommentare zu “Unternehmensdarstellung in Social Media”

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jeder Art der Vermassung.
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