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Daten speichern – doppelt genäht hält besser

19. Juli 2015 verfasst von Astrid Radtke

Richtig klar wurde mir Datenverlust erst, als ich neulich in einem Kriminalroman las, dass mit dem Brand alle Firmendokumente und Daten vernichtet waren: Datensichern allein reicht nicht, es geht auch um die Aufbewahrung von Daten. Das gilt für Papierdokumente gleichermaßen wie für elektronische Daten.

Speicherplatz – Netzwerkspeicher

Die täglichen Back-ups sind zur Routine geworden. Externe Festplatten sind die Norm.
Dazu kommt, dass die Daten immer umfangreicher werden, der Speicherplatz zu oft sehr knapp ist. Die Cloud ist in Verruf geraten, zu wenig ist klar, ob Firmeninternas auf einem Server in einem ganz anderen Land wirklich so sicher sind, wie versprochen. Eigene Netzwerkspeicher sind inzwischen eine interessante Alternative, um alle Firmendaten schnell zu sichern und sie so für die beteiligten Mitarbeiter verfügbar zu haben.

Die Datenmengen auf diesen Netzwerkspeichern sog. NAS sind immens und übersteigen die Datenkapazität, die auf Clouds angeboten werden. Auf diese Speicher kann auch über das Internet zugegriffen werden, so dass die Mitarbeiter zu ihren Projekten immer Zugang haben.

Zugriff auf Daten

Der ständige Zugriff auf Daten für alle Mitarbeiter der Firma scheint selbstverständlich. Aber schon Stromausfälle bringen vor allem kleine Firmen ohne Notstromaggregat schnell auf den Boden der Tatsachen.

Schlimmer sind allerdings Netzausfälle. Die Ursache kann bei der Cloud an einem Kabel irgendwo in der Tiefsee liegen, das nicht durch Satellit ausgeglichen werden kann oder ist direkt beim Provider zu finden. Manchmal sind es schlicht Bauarbeiten, die ein wichtiges Kabel in unmittelbarer Nähe zerstört haben. Viele glauben inzwischen auf ihr „Auto“ verzichten zu können, aber nicht mehr aufs Internet. Der Nutzer fühlt sich wie abgenabelt von der Welt. Firmen können nicht mehr mit allen Mitarbeitern kommunizieren, Termine ggf. nicht eingehalten werden. Es ist also nicht nur die Furcht vor Spionage, die eine Cloud nur bedingt für regelmäßige Nutzung praktikabel macht und einen kontinuierlichen Zugriff jederzeit ermöglicht.

Doppelt sichern – Datensafes nutzen

Wenn der Zugang zum Internet nicht mehr möglich ist, ist das höchst ärgerlich. Aber die PCs können dennoch genutzt werden, wenn die wichtigsten Daten nutzbar sind.

„Doppelt genäht, hält besser“ kann auch auf wichtige Daten und Dokumente übertragen werden. Die wichtigsten Dokumente und Firmendaten sollten zweimal gesichert sein. Etwas, was wie von mir eingangs geschildert, oft außer Acht gelassen wird.

Daten können aus vielen Gründen unwiederbringlich vernichtet werden
  • Feuer durch Blitzeinschlag oder gar Brandstiftung
  • Hochwasser nach Starkregen
  • Erdrutsche nach Unwettern, die ein Begehen der Häuser unmöglich machen
  • Tornados, immer häufiger in Stufe 3

 
In meinem Kriminalroman war es Brandstiftung, welche alle Dokumente und Daten restlos vernichtete und zwar in einer Firma, die sich auf Aufbewahrung von Daten spezialisiert hatte. Einbruch und Diebstahl sind ebenfalls nie ganz ausgeschlossen. Daten nur zu sichern und abzulegen, reicht also nicht.

Wer sich für einen eigenen Netzwerkspeicher entschieden hat, muss sich unbedingt Gedanken zur doppelten Sicherung machen. In einem kleinen Unternehmen, in dem ich gearbeitet habe, wurde die zweite Sicherung der Daten in den Safe gelegt. Es war ein alter großer Safe mit einer Stahltür. Wer nicht viele große Dokumente hat, dem reichen inzwischen auch kleinere Safes. Die Entwicklung passt sich den Erfordernissen immer mehr an.

Der Safe in dem kleinen Unternehmen, in dem ich arbeitete, stand in einem Keller. Ob solche Safes auch immer sicher sind vor Wasserschäden oder Feuer, weiß ich nicht. Aber nicht nur deshalb halte ich es für sinnvoll, die wichtigsten Daten und Dokumente auch nochmal an einem anderen Ort aufzubewahren, denn Unwetter zeigen sich heute mit ungeahntem Ausmaß auch in Gegenden, in denen solche Unwetter nie vermutet wurden. Und so können sie an einem Ort zerstört werden, aber die zweite Sicherung ist noch vorhanden.

Sichern heißt also nicht nur regelmäßiges Back-up, sondern beinhaltet zusätzlich die Aufbewahrung von Daten an einem feuer- und wassersicheren Ort. Wenn möglich sollten die wichtigsten Daten an zwei unterschiedlichen sicheren Orten aufbewahrt werden.

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

ein Kommentar zu “Daten speichern – doppelt genäht hält besser”

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
Quantitäten machen einander
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