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Arbeitsplatzgestaltung im Home-Office

16. August 2014 verfasst von Astrid Radtke

Der Arbeitsplatz ist für den Berufstätigen der Ort, an dem er die meiste Lebenszeit bis zur Rente verbringt, auch wenn dieser Gedanke vielen nicht gefällt. Man könnte diesen Arbeitsplatz als „Zweites Zuhause“ bezeichnen. Gern wird er Entsprechend gestaltet. Nicht alles, was gefällt, ist machbar. Das gilt für das Büro in einer Firma genauso wie für das Home-Office. Das Home-Office wie ein zweites Wohnzimmer zu gestalten, dem sollte mit Vorsicht begegnet werden.

Natürlich ist beim Home-Office der Gestaltungsspielraum größer als am Arbeitsplatz, den man sich oft mit mindestens einem Kollegen teilt oder der von Zeit zu Zeit von weiteren Personen aufgesucht wird.

Schreibtisch und Arbeitsumfeld ein Teil der Privatsphäre

Wenn jemand nicht gerade in einem Großraumbüro arbeitet, möchte er an seinem Arbeitsplatz eine individuelle Atmosphäre schaffen. Das gilt genauso für das Home-Office. Genauso wenig wie das Büro in der Firma ist das Home-Office jedoch ein „Ersatzwohnzimmer“.

Deshalb sollten ein paar grundsätzliche Dinge bei einem Home-Office beachtet werden, die sich durchaus an die Vorgaben an einem externen Arbeitsplatz orientieren.

  • Poster / Bilder
    Produktivität und Konzentration erhöhen sich, wenn am Arbeitsplatz Bilder z. b. mit Tierbabys oder Katzen 🙂 hängen. Dabei muss aufgepasst werden, dass nicht zu viele Poster im Raum hängen, weil damit das Gegenteil erreicht wird.
    Der Vorteil beim Home-Office, ich kann Bilder nach meinem eigenen Geschmack wählen, da ich an einem Arbeitsplatz, den ich mir mit Kollegen teile, den Geschmack meiner Kollegen berücksichtigen sollte.
  • Pflanzen
    Sind grundsätzlich kein Thema, da sie das Raumklima verbessern. Aber auch hier ist beim Home-Office Vorsicht geboten, wenn keiner „reinreden“ kann, neigt man gern dazu, zu viele oder zu große Pflanzen aufzustellen. Neben einer aufwändigen Pflege beeinträchtigen diese die Lichtverhältnisse bzw. verkleinern einen Raum zusätzlich.
  • Regale oder Schränke
    sollten in erster Linie für Order und Bücher verwendet werden, die mit dem Unternehmen zu haben. Dies fördert eine bessere Akustik im Raum. Alles Private sollte im Rest der Wohnung verbleiben.
    In dem Fall sind meines Erachtens Bilder von der Familie am Arbeitsplatz überflüssig. Kinderzeichnungen dürfen durchaus aufgehängt werden.

 
Wichtig ist, dass eine Überfrachtung in allen Bereichen vermieden wird, da diese die Konzentration beeinträchtigt und den Energiefluss hemmt. Ein überladener Raum wirkt chaotisch. Ob Chaos wirklich das Denken fördert, sei dahingestellt – siehe Link unten.

Kundenkontakt

Während in größeren Büros meist ein Besuchsraum vorhanden ist, wird im Home-Office der Kunde in den „eigenen vier Wänden“ empfangen. Das Home-Office ist in dem Fall zugleich Besucherraum.Denken Sie daran, dass Sie Ihr Unternehmen mit ihrer Bürogestaltung nach außen repräsentieren.

Hier müssen alle Details, die über die notwendige Einrichtung hinausgehen, gut durchdacht sein. Meinen Lauftrainer kann ich bei Bedarf entfernen, doch halte ich das meist nicht für notwendig, da er oft als Einstieg ist in eine entspannte Gesprächsatmosphäre dient.

Ist der Raum groß genug kann ein Raumteiler einen Besuchsbereich abtrennen.

Kollege Familie

Was in einer Firma der Kollege ist, der sich über seinen Arbeitsplatz hinaus ausbreitet, ist im Home-Office oft die Familie. Mal schnell einen Stift „ausleihen“, das Referat ablegen zur Begutachtung, Unterlagen „auslagern“, weil im eigenen Zimmer kein Platz mehr dafür ist.
Das geht nicht. Hier ist eine klare Trennung unumgänglich und muss entsprechend deutlich kommuniziert werden.

Sie sind der Chef in Ihrem Büro und da spricht nicht mehr Mutter / Vater / Partner, sondern ein selbstständiger Unternehmer.

Zum Teil erfordert räumliche „Beschränktheit“ beim Home-Office innenarchitektonische Kreativität.

  • Einrichtungsgegenstände: neben den bereits erwähnten Regalen bzw. Schränken ist eine Grundausstattung an Büromöbeln wie Technik, Schreibtisch und Bürostuhl entsprechend der Raummöglichkeit zu wählen. Hier gilt wie so oft das Motto: so wenig wie möglich – so viel wie nötig.

    Dabei ist vor allem auf ergonomische Aspekte zu achten. Das beginnt mit dem Einfall des Lichtes auf Schreibfläche sowie Bildschirm und reicht bis zu den „Laufwegen“, um das Zimmer zu verlassen

  • Farben sollten bewusst ausgewählt werden, neben der Wandfarbe ist die Hintergrundfarbe auf dem PC nicht unerheblich.
    Ein roter Farbkleks kann durchaus beleben, aber die Grundfarbe im Raum sollte die Kreativität unterstützen. Nachweislich ist blau dafür am besten geeignet. Pastellfarben für die Wand sind grellen Farben vorzuziehen, da die kräftige Farbeffekte sogar gegenteilige Wirkung haben können.

    Wer sich gerade damit beschäftigt sich sein Home-Office neu einzurichten oder umzugestalten findet eine ganze Reihe interessanter Tipps im Internet z. B. den Einfluss der Farben auf die Gesundheit.

 
Vor allen Dingen in diesen Bereichen sind die Möglichkeiten im Home-Office nahezu grenzenlos, da sie nur den eigenen Geschmack berücksichtigen müssen. Grundsätzliche Kriterien zur Büro- und Arbeitsplatzgestaltung sollten jedoch eingehalten werden.

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

ein Kommentar zu “Arbeitsplatzgestaltung im Home-Office”

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
Quantitäten machen einander
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Qualitäten ergänzen einander.”

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