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Gesunde Arbeitsatmosphäre schaffen

8. April 2014 verfasst von Astrid Radtke

Da die Thematik „Gesunde Arbeitsatmonsphäre im Büro“ immer noch ein wichtiges Thema ist, habe hier einen älteren Artikel überarbeitet. Bei der täglichen Arbeit im Büro auf die Gesundheit zu achten, scheint für viele selbstverständlich und wird dennoch vernachlässigt. Viele Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz werden hingenommen, obwohl die Sinne, aber auch Körper und Geist in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies wirkt sich auf Konzentration und Arbeitsleistung aus, Fehler aber auch Unwohlsein sind die Folge.

Äußere Bedingungen können optimiert werden und haben nachhaltig Einfluss auf das Wohlbefinden. Im folgenden möchte ich aufzeigen wie mit wenigen Mitteln bereits Abhilfe geschaffen werden kann.

Der Arbeitsplatz Büro beansprucht viele Körperteile und Sinne wie Augen und Ohren.

Augen – Bildschirm

Besonders beansprucht werden natürlich die Augen, die fast den ganzen Tag auf den Bildschirm gerichtet sind.

  • Lichtverhältnisse
    Spiegelungen von Schreibtische oder Fenstern sollten vermieden werden und die Deckenbeleuchtung muss gleichmäßig im Raum verteilt sein. Das Licht von indirekten Leuchten blendet nicht und reflektiert nicht auf dem Monitor. Kopfschmerzen können bei einem möglichst blendungsarmen Monitor vermieden werden, da er vor allem augenschonend ist. Der Bildschirm sollte ca. 60 Zentimeter vom Gesicht entfernt sein.
  • Darstellung auf dem Bildschirm
    Eine dunkle Schrift auf hellem Untergrund wirkt Spiegelungen zusätzlich entgegen. Die Schrift am PC muss mühelos gelesen werden können. Auf regelmäßiges Blinzeln sollte am PC geachtet werden, um ein sog. „Office Eye Syndrom“ zu vermeiden. Hierbei fühlen sich Augen strapaziert und müde an, oft verbunden mit einem Trockenheits- und Fremdkörpergefühl. Wenn Sie am Computer arbeiten, sollten Sie Ihre Augen regelmäßig vom Bildschirm abwenden, um ihnen etwas Ruhe zu gönnen.

 

Damit Sie Ihr „Fingerspitzengefühl“ behalten

Besonderen Strapazen ist Nacken- und Schulterbereich ausgesetzt. Oft werden Computer-Bildschirme zu hoch aufgestellt. Das führt zu Schmerzen in Schultern und Nacken. Vor allem den Eingabegeräten wie Maus und Tastatur sollte Beachtung geschenkt werden.

  • Platz für die Hände
    Die Tastatur muss genügend Platz zur Auflage der Hände bieten und sollte zehn bis 15 Zentimeter von der Tischkante entfernt sein.
    Der optimale Neigungswinkel beträgt fünf bis 15 Grad.

  • Die Handballen
    sollen in Eingabepausen immer mal wieder auf den Tisch gelegt werden können

  • Hände entlasten
    Es ist wichtig zwischendurch die Hände ausschütteln, die Finger mehrere Sekunden durch Spreizen anspannen und anschließend wieder zu lösen, eine Faust zu ballen und zum Schluss wieder zu lockern. Kalte Gelenke sind wenig belastbar, deshalb ist insbesondere in den kalten Monaten auf eine angenehme Raumtemperatur zu achten. Die vorgeschriebene Mindestraumtemperatur von 19 Grad ist für Tätigkeit, die überwiegend vor dem PC stattfindet, sicher nicht ausreichend.

  • Arbeiten mit der Maus
    Das Handhaben der Maus verursacht oft Verspannungen von Schultern, Nacken und Arm („Mausarm“). Deshalb ist darauf zu achten, die Maus körpernah zu bedienen und Doppelklicks zu vermeiden. Sinnvoll ist es häufiger Tastenkombinationen anstelle der Klicks zu verwenden. Wer mit dem Zehnfingersystem schreiben kann, verteilt damit die Belastung besser.

 

Bewegungsmangel – Ergonomie

Obowhl Ergonomie am Arbeitsplatz ein weit verbreitetes Thema ist, wird dieser Bereich zu oft noch vernachlässigt. Aber selbst wenn der Arbeitsplatz allen Erfordernissen entspricht, ist es immer wichtig auf Bewegungspausen zu achten.

Das Dauersitzen belastet die Wirbelsäule, dazu kommt mit falschem Sitzen eine einseitige Beanspruchung der Wirbelsäule. Rückenleiden sind inzwischen die häufigste Ursache von Krankmeldungen und Arbeitsunfähigkeit.

Neben häufigem Wechseln der Sitzposition können regelmäßiges Aufstehen und kurze Pausen für Gymnastik Erleichterung schaffen. Wer es irgendwie einrichten kann, sollte sogar abwechselnd im Sitzen und im Stehen arbeiten. So kann man sich beispielsweise vornehmen, beim Telefonieren grundsätzlich aufzustehen, möglicherweise dabei auch auf und ab zu gehen.

Interessante Tipps hat hierzu auch die Techniker Kasse mit Checklisten zur Bewegung.

Ohren – Lärmpegel – Geräuschkulisse

Lärm macht krank, das ist allgemein bekannt. So gelten seit 2006 in ganz Europa niedrigere Grenzwerte für Geräusche am Arbeitsplatz. Stress durch Lärm kann Kreislauf und Immunsystem schwächen. EU-Schätzungen zufolge sind europaweit etwa 60 Millionen Arbeitnehmer während eines Viertels ihrer Arbeitszeit Lärm ausgesetzt.

Lärmschwerhörigkeit gehört in der EU zu den am häufigsten gemeldeten Berufskrankheiten. Die Lärmschwerhörigkeit ist nicht heilbar!

Atmung – Feinstaub

In Untersuchungen wird immer wieder aufgezeigt, dass der Feinstaub in Büros größer ist als auf der Straße oder in einem verrauchten Zimmer. Die Ursachen sind jedoch noch nicht vollständig geklärt. Im Allgemeinen wird dies Laserdruckern und Kopierern angelastet.

Neue Untersuchungen haben entdeckt, dass dies durchaus auch Partikel des Papiers sein können, die beim Drucken/Kopieren freigesetzt werden. Dies ist neben der Wärmeentwicklung ein weiterer Grund, dass häufig genutzte Drucker und Kopierer in einem separaten Raum verwendet werden sollen.

Nicht nur wegen dieser Belastung ist auf regelmäßiges Stoßlüften zu achten. Neben der Bewegung beim Gang zum Fenster erhöht die regelmäßige Sauerstoffzufuhr die Konzentrationsfähigkeit.

Pflanzen können zusätzlich zu einem besserem Raumklima beitragen. Neben der Feuchtigkeit sorgen sie für eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr.

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

8 Kommentare zu “Gesunde Arbeitsatmosphäre schaffen”

  1. […] Gesunde Arbeitsatmosphäre schaffen Astrid Radtke (@BD_in) in Bürodienste in:: Da die Thematik “Gesunde Arbeitsatmonsphäre im […]

  2. Astrid Radtke sagt:

    Eben habe ich von Stefan Römer noch einen guten Tipp bekommen: Arbeiten an einem Stehpult.
    Allerdings ist sitzen nicht das Problem, sondern die einseitige Belastung. Das lässt sich am Stehpult besser ausgleichen.
    Auch die Arbeit am Stehpult sollte begrenzt sein.

    Es ist wie überall: Die Mischung macht’s

  3. Auch Pflanzen tragen sehr gut zur Atmosphäre im Büro bei. Angefangen von kleinen Pflänzchen die einfach nett aussehen und ab und zu Anlass geben sich zu bewegen wenn man sie gießen muss….. bis zu ganzen grünen Vorhängen oder Wänden, die als Raumtrenner, Blickfang, Luftfilter und Schallschlucker gezielt eingesetzt werden.

    Office & Services
    Gabriele Knapp
    http://www.officeservice-knapp.de

  4. Brigitte Ehry sagt:

    Auch die Gestaltung des Arbeitsplatzes spielt eine große Rolle. Eine gute Atmosphäre entwickelt sich durch einen ungestörten Arbeitsfluss, kurze Laufwege und Dekoration nach Ihrem Geschmack. Dafür sorgen drei „Grundregeln“:
    1) Reichweite beachten
    – Je häufiger der Zugriff, umso näher der Standort.
    – Je seltener der Zugriff, umso entfernter die Aufbewahrung.

    2) Schreibtischschublade effizient nutzen
    – Regelmäßige „Entrümpelung“ der Schreibtischschubladen.
    – Entfernen was nicht mindestens einmal wöchentlich zur Hand genommen wird.
    – Platzieren von Hilfsmittel, die mehrmals täglich zur Hand genommen nehmen, außerhalb der Schublade in direkter Reichweite.

    3) Schreibtischoberfläche effizient nutzen
    – Entfernen was nicht täglich benötigt wird.
    – Reservieren eines festen Platzes für die ToDo-Liste.
    – Belassen von nur tagesaktuellen, nicht erledigten Vorgängen auf dem Schreibtisch.
    – Verwendung eines „Shadowboard“.

    O3 | Office Organisation & Optimierung
    Brigitte Ehry
    http://www.o3-web.de

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
Quantitäten machen einander
den Raum streitig.
Qualitäten ergänzen einander.”

Dietrich Bonhoeffer

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