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Bürodienstleister schreiben für Bürodienstleister und Unternehmen


Schreibblockade – oder nur Aufschieberitis?

28. November 2013 verfasst von Astrid Radtke

Mit meiner Thematik – rund ums Büro einerseits und selbstständige Bürodienstleister andererseits – gibt es genügend interessante Themen. Aber ein Blog, der sichtbar bleiben soll, braucht Futter, zwar nicht täglich aber doch mehrmals im Monat.
Ziel sind zwei Artikel pro Woche, aber das macht es für mich auch schwierig. Es soll ja nicht irgendwas geschrieben werden, sondern die Beiträge sollen dem Leser gefallen.

Recherche – im Sog der Datenlawine

Links auf Blogs, Fragen in Diskussionen oder Artikel aus Online-Ausgaben von Tageszeitungen liefern mir die Ideen für Themen, die für meine Leser von Interesse sein könnten.

Dabei verlier ich mich manchmal in der Recherche und habe zu viel Material. Aber genau das löst gewissermaßen eine Schreibblockade aus, weil ich alles werten und gewichten muss, um es anschließend in einen vernünftigen Text zu fassen, der ja für den Leser auch Erkenntnisgewinne bringen sollte, sonst könnte er die Originale gleich selbst lesen.

Geduld – nicht meine Stärke

Für mich bedeutet das: Geduld zu haben und das Thema wirken zu lassen. Gleichzeitig stöbere ich im Netz und stoße auf weitere Gesichtspunkte, sammle Ideen und schreibe erste Satzfetzen. Markiere im Text, stelle um und verliere die Lust – aus mit Schreiben.
Eingekeilt im Datenstau geht nichts mehr vorwärts, die richtigen Formulierungen wollen mir nicht einfallen, mein Satzbau ist für den Leser allenfalls mit Hochschulstudium zu bewältigen, so dass jeder Leser selbst bei Interesse aufgeben würde. Ich bin unzufrieden mit meinem „Werk“ und betrachte mich aus Sicht eines potentiellen Lesers … mit vernichtendem Urteil.

Sinnvoll kann es sein, den „Datenstau“ durch eine erste, rigorose Auswahl der zu verwertenden Materialien aufzulösen, dann den Artikel zu schreiben – egal, wie „perfekt“ er im 1. Durchgang wird – dann die Materialauswahl noch mal mit „Querlesen“ überprüfen und den Artikel noch 1 bis 2 x zu überarbeiten.

Drüber sprechen

Auch wenn es meine Zielsetzung ist, zwei Artikel pro Woche zu schreiben, lasse ich den Artikel in so einer Situation erst mal ruhen. Ich sortiere meine Gedanken neu und mache mir überall Notizen zum Thema, sobald mir was einfällt, ob in der Küche genauso oder beim Autofahren. Deshalb liegen bei mir überall Notizzettel in Postkartengröße aus Konzeptpapier rum und ein Stift dabei. Beim Telefonieren oder bei anderen Gelegenheiten erzähle ich, was ich gerade schreiben möchte. Fragen, die gestellt werden, Zustimmung zu meiner Meinung oder eben auch Widerspruch helfen mir dann, den Faden zum Thema zu finden. Ich nenne dies Phase „laut denken“.

Erkenntnis

In meinem Hinterkopf klopft wieder „zwei Artikel“ pro Woche. Dieser Termindruck hebt bei mir die Schreibblockade oft auf, selbst dann, wenn ich den Zugang zum Thema immer noch nicht so richtig gefunden habe. Was witziger ist: Wenn ich mich an einen Text setze, mit der Auflage an mich „mindestens 280“ Wörter zuschreiben und am Anfang fast nach jedem Satz gucke, wie viele Wörter es jetzt schon sind, ist der Text am Schluss oft wesentlich länger als beabsichtigt. Manchmal gibt der Input sogar noch eine Fortsetzung her.

Offenbar müssen bei mir immer mehrere Sinne angesprochen werden. Letztendlich ist eine Schreibblockade bei mir eher ein Aufschieben von etwas, was mir im Moment nicht so liegt, bekannt unter dem schönen Fremdwort: Prokrastination.
Damit bin ich bisher aber ganz gut fertig geworden. Und wenn es mal keine zwei Artikel pro Woche geworden sind, dann lag es nicht an einer Schreibblockade, sondern an anderen Aufgaben, die vorrangig waren.

Ich denke, ein Patentrezept gegen eine Schreibblockade gibt es nicht, denn es gibt zu viele verschiedene Vorgehensweisen, einen Text überhaupt zu verfassen. Und was der Eine schon als Schreibblockade auffasst, ist für den Anderen der ganz normale Wahnsinn im Alltag, der Treibstoff, um letztendlich doch noch einen zufriedenstellenden Artikel zu verfassen.

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

2 Kommentare zu “Schreibblockade – oder nur Aufschieberitis?”

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