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Trinken im Büro an heißen Tagen

23. Juli 2013 verfasst von Astrid Radtke

Nun ist er doch gekommen der langerwartete Sommer. Die nächsten Tage fährt er zur Hochform auf, was mit hohen Temperaturen verbunden ist. Die Arbeit muss dennoch gemacht werden und jeder weiß: ich muss viel trinken. Dass diese Formel ihre Tücken hat, habe ich inzwischen in mehreren Artikeln lesen können. Deshalb hier ein paar Überlegungen, was noch zusätzlich zu beachten ist.

Die Faustregel für den Flüssigkeitsbedarf

Jeder kennt diese Regel: Der Körper hat einen Flüssigkeitsbedarf von 1,5 bis 2 Litern pro Tag. Nun interpretieren das viele, dass 1,5 bis 2 Liter pro Tag getrunken werden sollen und wenn es heiß ist, kann es ruhig mehr sein. Zum einen ist der Flüssigkeitsbedarf sehr individuell und hängt zusätzlich mit Gewicht und Belastung der Person zusammen. Zum anderen wird vergessen, dass auch in der aufgenommenen Nahrung bis zu einem Liter Flüssigkeit enthalten sein kann. Bei Sport und Bewegung sowie körperlicher Arbeit steigt der Bedarf an Flüssigkeit, wenn es sehr heiß ist. Flüssigkeitsbedarf heißt also nicht ausschließlich Getränke.

Dabei sollte aber auch die Wirkung der Getränke in den Flüssigkeitsbedarf mit einbezogen werden.

  • Kaffee entzieht zwar nicht, wie lange Zeit behauptet wurde, dem Körper Wasser, aber er hat andere Begleiterscheinungen. Neben der aufputschenden Wirkung, die bis zu einem gewissen Grad durchaus sinnvoll sein kann, führt die harntreibende Wirkung dazu, dass das Wasser schnell wieder ausgeschieden wird. So hat das Glas Wasser, das in vielen Länder zum Kaffee gereicht wird, einen besonderen Sinn.
  • Bei Tee gilt das gleiche wie bei Kaffee
  • Gesüßte Getränke und dazu gehören auch Fruchtsäfte sollten in Maßen getrunken werden. Neben der hohen Kalorienzufuhr machen sie sogar durstig, so dass man mehr trinkt, als notwendig wäre.
  • Pfefferminztee kalt getrunken hat eine sehr erfrischende Wirkung, ist aber nicht jedermanns Geschmack. Das gilt für alle Kräutertees. Wer sich für einen bestimmten Tee begeistern kann, kann ihn am Vorabend aufbrühen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag kann dieser Tee – am besten ungesüßt in der Thermosflasche kalt bei Arbeit getrunken werden.
  • Bei Mineralwasser sollte wirklich nur hochwertiges Wasser aus bekannten Quellen genommen werden. Wasser in Plastikflaschen ist meist normales Leitungswasser, das künstlich mit Mineralien und Kohlensäure angereichert wurde. Auch sind durch Bisphenol die Plastikflaschen vielfach umstritten.
  • Leitungswasser in einer Karaffe in den Kühlschrank gestellt mit einem Schuss Zitronensaft oder einem Limettenviertel erfrischt am besten. Wer auf sprudelndes Wasser nicht verzichten möchte, dem stehen inzwischen eine ganze Reihe von Geräten zur Aufbereitung zur Verfügung.
  • Warme Getränke fördern das Schwitzen. Damit entsteht ein Feuchtigkeitsfilm auf der Haut, der durch die Verdunstungskälte abkühlt. Diese Möglichkeit bietet sich allerdings nur an, wenn man allein arbeitet.

 
Hin und wieder ein Getränk zu holen, hat den zusätzlichen Vorteil, dass man sich bewegt. Der Rücken wird es einem danken.

Dehydrierung und Kreislaufprobleme

Zum Trinken zwingen? Ich habe letzten Sommer einen Blogartikel gelesen, in dem darauf hingewiesen wurde, wie wichtig es ist, an heißen Tagen zwei Liter Flüssigkeit und mehr zu sich zu nehmen. So wurde davor gewarnt, dass Durst bereits ein Anzeichen der Dehydrierung des Körpers sei und richtiges Trinken deshalb beinhalte, regelmäßig zu trinken noch bevor sich Durst einstellt. Was mich bestürzt hat, waren die vielen Kommentare, die beschrieben, wie sie sich dazu zwingen und überlisten bis zu 2 Litern pro Tag und bei warmen Wetter noch mehr zu trinken.

So standen hier Sätze wie: „Ich versuche die vorgeschriebene Menge …“ Wer schreibt wem, welche Menge vor? Die Industrie, die am Verkauf von Getränken interessiert ist oder der gesunde Menschenverstand?

Fünf Gläser Flüssigkeit à 0,2 l ergeben bereits einen Liter. Wer an besonders warmen Tagen noch eine Melone, Obst und/oder Salat isst, hat gut schon den Flüssigkeitsbedarf eines Tages gedeckt. Wenn der Wille beim dritten oder vierten Glas Wasser nicht mehr vorhanden ist, sollte man auf seinen Körper hören, denn das „Zuviel“ ist individuell und kann die Gesundheit ebenso beeinträchtigen. Zuviel Flüssigkeit kann die Organe sogar belasten, vor allem die Nieren können empfindlich reagieren. Kommt am Abend noch ein Glas Bier oder ein Glas Wein dazu, ist die Befürchtung „mit Flüssigkeit unterversorgt“ zu sein, sicher nicht gerechtfertigt. Denn Schließlich trinken die meisten vor der Arbeit noch Kaffee oder Tee.

Deshalb ist es wichtig auf sich und seinen Körper zu hören. Es gilt, dass jeder für sich das richtige Maß findet. Interessant ist, dass in einem Artikel entsprechend der chinesischen Medizin geraten wird, auf den Durst zu achten und nicht planlos bzw. permanent zu trinken, damit erst gar kein Durst aufkommt.

Vielleicht hat von Ihnen, lieber Leser, jemand ein tolles Rezept für ein erfrischendes Getränk und schreibt es unten in den Kommentar 🙂

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

5 Kommentare zu “Trinken im Büro an heißen Tagen”

  1. Getränketipp für heiße Tage:

    Kalten Kaffee – gesüßt oder ungesüßt – in Eiswürfelform gießen und gefrieren lassen. Eiskaffeewürfel bei Bedarf und nach Geschmack in ein Glas geben und mit Milch aufgießen.

  2. […] Der Hinweis bis zu 3 l am Tag zu trinken, darf getrost als Werbung der Getränkeindustrie verstanden werden. Der Flüssigkeitsbedarf muss individuell gelöst werden  […]

  3. […] Trinken im Büro an heißen Tagen Astrid Radtke (@BD_in) in Bürodienste in:: Nun ist er doch gekommen der langerwartete Sommer. Die […]

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
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