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Burnout – der Stress, der im Kopf anfängt

6. November 2012 verfasst von Astrid Radtke

Zu Burnout ist viel geschrieben worden und die Grenze zur Depressionen scheint fließend. Interessant ist eine Studie die nun in der Zeitschrift „Wirtschaftspsychologie aktuell“ veröffentlicht wurde.
Vor allen Dingen beruflicher Stress wird als Hauptursache für Burnout genannt. Was mir bisher immer fehlte, war eine differenzierte Betrachtung zu Stress an sich. Früher hieß das noch Anstrengung und wird z. B. im Sport als selbstverständlich angesehen.

Negativer Stress

Ich denke, permanente Überlastung führt dann zu Krankheitssymptomen, wenn eine innere Abwehrhaltung zur Arbeit an sich besteht. Kaum jemand, der Eltern pflegt, wird sich zu sagen trauen, dass ihm diese Arbeit teilweise ganz fürchterlich gegen den Strich geht. Wer Aufträge abarbeiten, damit das Einkommen stimmt, aber rund um die Uhr im Akkord arbeitet, spürt keine Befriedigung durch seine Tätigkeit.
Das Gefühl durchhalten zu MÜSSEN, löst negativen Stress aus. Ebenso führen lange Wartezeiten bzw. zu Untätigkeit gezwungen zu sein zu Stress. Warten macht unzufrieden, die Sorge bei Auftragseinbrüchen finanzielle Einbrüche zu haben, erhöht den psychischen Druck.
Es kommt also auf die Art des Stresses an. Ich denke im Vordergrund steht, dass Dinge gern getan werden sollen. Wer allerdings seine Aufgaben erledigt und permanent auf Widerstand stößt, keine Unterstützung oder Anerkennung seiner Leistung erfährt, erfährt psychischen Stress und leidet unter den bekannten Symptomen, die letztendlich auch zu Depressionen führen.
Vor allem gelten Stress und in Folge Burnout als massive gesundheitsgefährdend.

Positiver Stress

Die Frage, was unter beruflichem Stress verstanden wird, wird häufig außer Acht gelassen. Es ist selten ein zu bewältigendes Arbeitspensum, sondern die Einstellung zu dieser Arbeit oder zu einem Teil der Arbeiten.

Die Ausschüttung von Adrenalin, wie er z. B. durch Sport verursacht wird, mobilisiert die Energiereserven. Das fördert die Leistungsbereitschaft und führt zu zufriedenstellenden Ergebnissen.
So steht in der Studie, die bei Wirtschaftspsychologie aktuell veröffentlicht wurde „Diejenigen, die viel Verantwortung und einen stressigen Arbeitsalltag hatten, sich häufig gegen Konkurrenten durchsetzen mussten und viele Hürden überwanden, waren gesünder und legten länger.“

Arbeit muss Spaß machen

Ein wesentliches Kriterium bei der Unterscheidung von krankmachendem Stress und förderndem Stress ist die Einstellung zu dem, was man tut. Natürlich muss auch der Rahmen stimmen, in dem gearbeitet wird. Dazu gehört ein Einkommen, von dem vor allem der Selbstständige leben kann.

Ein wichtiges Kriterium ist auch, dass die Tätigkeit auf Resonanz stößt. Das können gute Aufrufzahlen von Websites sein, das kann die Weiterempfehlung der Dienstleistung sein oder es können Anfragen sein, die auf Erfahrungen und Wissen zurückgreifen z. B., um Vorträge zu halten.

Der Selbstständige ist dem Angestellten gegenüber bei den Arbeitsbedingungen klar im Vorteil. Er kann seine Arbeitszeiten flexibel gestalten und hat Einfluss auf die Kunden, mit denen er zusammenarbeiten möchte. Andererseits ist er als Einzelunternehmen ganz besonders auf Resonanz angewiesen.

Zu jeder Arbeit gehören immer wieder mal Pausen. Diese müssen nicht genau festgelegt sein, sondern ergeben sich bei zufriedenstellender Arbeit von ganz allein. Aber auch fehlende oder unregelmäßige Pausen sind nicht der mittelbare Auslöser für Frustration und Stress

Es geht weniger darum, sich zu hinterfragen oder wie es oft heißt „an sich zu arbeiten“, sondern die Tätigkeit, die man ausübt zu analysieren. Wer feststellt, dass ihm seine Tätigkeit keinen Spaß macht, fühlt sich schneller überfordert und in Folge „ausgebrannt“. Das berühmte Burnout wird sich mit seinen Symptomen leichter Bahn brechen können.

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

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