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Bürodienstleister schreiben für Bürodienstleister und Unternehmen


Muss man seine Kunden lieben?

22. August 2012 verfasst von Gabriele Knapp

In einem Newsletter wurde neulich diese Frage gestellt und gleich ein Coaching-Angebot drangehängt. Ich habe den „Verkaufs-Letter“ gleich gelöscht, doch so ganz lässt mich die Frage nicht in Ruhe.

Müssen Dienstleister ihre Kunden mögen?

Gerade bei Bürodienstleistungen ist das Verhältnis zu den Kunden oder zu den Personen, mit denen man beim Kunden zusammenarbeitet, oft recht persönlich. Sicher ist es förderlich wenn „die Chemie stimmt“, was sicher nicht immer ganz einfach ist. In Büros menschelt es eben häufig. Wenn ein Bürodienstleister mit seinem Kunden auf einer Wellenlänge liegt, ist die Arbeit oft ist ein reines Vergnügen.
Doch klagen viele Dienstleister, dass ihre Kunden ihnen den letzten Nerv rauben, schlecht zahlen, Rechnungen kürzen und vieles dergleichen mehr.

Kommunikation ist keine Einbahnstraße

Manchmal liegt dies sicher mit an der unbewussten Kommunikation. Auch wenn man sich vordergründig Mühe gibt, einen freundlichen Umgangston zu pflegen – die unbewusste Kommunikation kann man nicht verbergen, genauso wie man nicht „nicht kommunizieren“ kann. Das Gegenüber spürt diese Spannungen und reagiert, meist ebenfalls unbewusst, entsprechend. Der Erfolg der Zusammenarbeit wird sich in Grenzen halten. Gründe gibt es viele: Finanzieller Druck, Zeitdruck, Über- oder Unterforderung des Dienstleisters, Unverständnis für Entscheidungen und Handlungsweisen seitens des Auftraggebers, schlechte Arbeitsbedingungen, und vieles mehr.

Eine wertschätzende Einstellung gewinnen

Dennoch ist es nicht unbedingt notwendig, seine Kunden direkt zu lieben. Allerdings halte ich es für unabdingbar, das man seine Kunden und seinen Job, den man dort macht, wertschätzt.

Versuchen Sie bei einer negativen Einstellung Abhilfe zu schaffen. Versetzen Sie sich geistig in die Lage des Kunden:
Seine Herkunft, seine Branche, seine Stellung innerhalb seines Umfelds; und setzen Sie sich mit seinen Aufgaben und Problemen auseinander. Schauen Sie genauer hin und hinterfragen Sie manche Dinge einfach mal.

Vielleicht hat Ihr Kunde ja auch ganz andere Probleme, z. B. private oder gesundheitliche, die sein Verhalten beeinflussen. Das Verständnis für den Kunden wird sich nach einer solchen Reflexion sicher verbessern. Durch die Änderung der inneren Einstellung und die entsprechend veränderte unbewusste Kommunikation wird sich auch das persönliche Verhältnis bessern.

Fazit:
Man muss nicht jeden Kunden wirklich lieben, aber ein gewisses Maß an Wertschätzung und Verständnis ist für eine gute Zusammenarbeit enorm wichtig. Eine negative innere Einstellung ist nicht gegeben, man kann sie durchaus beeinflussen.

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Gabriele Knapp

Über Gabriele Knapp:

Während meiner langjährigen beruflichen Laufbahn lernte ich etliche Arbeitsbereiche in Firmen verschiedenster Größe und Struktur kennen. Basierend auf einer kaufmännischen Ausbildung und stetiger Weiterentwicklung verfüge ich über solides und breit gefächertes, in der Praxis erprobtes, Fachwissen. Meine pragmatische Herangehensweise ermöglicht schnelle Einarbeitung in fremde Prozesse und leichte Integration. Mehrere Jahre der Selbstständigkeit runden meine Erfahrungen ab.

2 Kommentare zu “Muss man seine Kunden lieben?”

  1. Astrid Radtke sagt:

    Dienstleistung ist keine Einbahnstraße. Verständnis für die Situation des Auftraggebers zu haben, ist ein guter Ansatz. Dennoch sollte sich ein Freelancer immer wieder vor Augen führen, dass er auch Unternehmer ist mit allen Verpflichtungen und der dazugehörenden Verantwortung.

    Deshalb sollte auch irgendwann das Gespräch gesucht werden, in dem Lösungen für grundsätzliche Arbeitsabläufe und Kommunikationswege erörtert werden.

    Wenn diese Lösungen zu keinem Ergebnis führen, sollte man sich meines Erachtens einen neuen Auftraggeber suchen.

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
Quantitäten machen einander
den Raum streitig.
Qualitäten ergänzen einander.”

Dietrich Bonhoeffer

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