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Berater, Coach oder Trainer finden

19. August 2012 verfasst von Astrid Radtke

Wer für sich eine Lösung sucht persönlichen Strategie im privaten oder beruflichen Umfeld zu optimieren, schaut sich nach einem Berater oder Coach um.

Anbieter gibt es viele – leider zu viele. Damit gestaltet sich die Auswahl schwierig. Denn was sich hinter einer schwammigen Bezeichnung verbirgt, ist nicht sofort zu erkennen.

Zielsetzung

Da Beratung, Coaching aber auch Training mit hohen Kosten verbunden sind, sollte klar sein, welches Ziel verfolgt wird.

  • Für eine Entscheidung oder Erklärung von Zusammenhängen wird ein Berater benötigt.
    Im Grunde ist in jedem guten Service Beratung enthalten. Beratung kann in allen Lebens- und Berufsbereichen erfolgen. Jeder Berater muss in dem angebotenen Bereich berufliche Erfahrungen gesammelt haben und eine fundierte Ausbildung vorweisen können.
  • Während der Berater durchaus auch Tipps zu Methoden und Verfahren gibt, setzt ein Trainer gemeinsam mit seinem Klienten Methoden und Verfahren um.
    Überschneidungen bei Berater und Trainer bleiben oft nicht aus.

    Der Trainer sieht sich auch oft als Coach, wobei die Aufgaben von Trainer und Coach nahezu diametral laufen.

  • Der Coach ist in erster Linie zuständig für eine sinnvolle Lebenshilfe. Er orientiert sich am vorhandenen Potential und lotet mit dem Klienten gemeinsam dessen Möglichkeiten aus. Dabei achtet er auf die notwendige Distanz.

    Da ein Coach in erster Linie Begleiter aber kein Problemlöser ist, wird sein Angebot allenfalls am Rande der Leistungen eines Beraters tangieren.

Ausbildung als Orientierungshilfe

Da der Coach/Berater sowie der Trainer Leistungen anbieten, die darauf abzielen, persönliche Veränderungen herbeizuführen, ist eine sorgfältige Überprüfung der fachlichen Ausbildung dringend erforderlich. Vor allem wer sich als Coach bezeichnet, begibt sich auf dünnes Eis. Ein falscher Therapieansatz kann verheerende Folgen für den Klienten haben. Der Klient trifft aufgrund eines unprofessionellen Coachings gravierende berufliche Entscheidungen, die ihm schwerwiegende persönliche oder finanzielle Nachteile bringen. Mögliche Schadensersatzforderung sind dann nicht ausgeschlossen.

Um sich Enttäuschungen zu sparen, sollte jeder, der mit einem Berater oder Coach zusammenarbeiten möchte, darauf achten, dass die Ausbildung transparent dargestellt wird. Eine Spezialisierung sollte genau definiert sein, Mitgliedschaften in entsprechenden Verbänden sorgen für Sicherheit.
Eine Eintragung in sog. Berater-, Experten oder Dozentenlisten sagt nichts über die Qualität der Beratungsleistung aus. Denn für die Eintragungen stehen oft andere Kriterien im Vordergrund.

Da es sich hier um ungeschützte Berufsbezeichnungen handelt, ist es schwer allgemeine Beratungsstandards zu entwickeln. Dennoch erleichtern Verbände professionelle Anbieter zu finden.

Verbände eine kleine Auswahl:

Die Deutsche Gesellschaft für Beratung hat sich zum Ziel gesetzt: „Wir wollen deutlich machen, dass Ratsuchende ein Anrecht auf Qualität haben, und die macht sich vor allem am Know-How des Beraters fest.“

Weiterbildung zu allgemeinen Beraterberufen

Möchten Sie eine Ausbildung in einer dieser Sparten beginnen, müssen Sie mit einem größeren zeitlichen und finanziellen Aufwand rechnen. Dies gilt vor allem, wenn die Ausbildung in einem anerkannten Instituten absolviert werden soll.

Bei der mehrjährigen Ausbildung zum Coach wird an vielen Instituten Praxiserfahrung und ein Hochschulstudium in Humanwissenschaft gefordert.

Wie solche Institute aussehen können und welche Qualifikation Dozenten vorweisen sollten, zeigt Ihnen als Beispiel diese Seite zur Fortbildung
Ferner hat der DGfB Mindestanforderungen für Berater im Bereich Coaching entworfen.

Zu erwähnen wäre hier auch noch die Ausbildung zum Mediator, der ebenfalls keine geschützte Berufsbzeichnung ist. Auch die Ausbildung zum Mediator dauert über drei Jahre und kostet mehrere tausend Euro. Nach einer gemeinsamen Basisausbildung kann die Spezialisierung in Richtung Familie oder Wirtschaft gewählt werden. Gute Mediatoren werden ihr Ausbildungsinstitut genauso angeben wie ihre Zertifzierung.

Spezialisierung

Da sich aber inzwischen häufig die Bezeichungen „Berater“ und „Coach“ vermischen, gilt es die Zielsetzung in der Angebotsstellung transparent darzustellen.

Beim Berater/Coach aber auch Trainer und Mediator sind Spezialisierungen erforderlich. Eine fundierte fachliche Ausbildung baut zusätzlich auf den Erfahrungen durch eigene Tätigkeiten auf.

Das Vermischen der ungeschützten Berufsbezeichnungen birgt entsprechende Gefahren. Deshalb ist es wichtig, sich über die eigene Zielsetzung, die vorhandenen Kenntnisse und die Wünsche potentieller Kunden klar zu werden. Dies kann auf einer „Über-Mich-Seite“ z. B. wie hier eines Kommunikationstrainers entsprechend aufbereitet werden.
Haben Sie eine Ausbildung eines Institus vorzuweisen, sollten Sie dies entsprechend auf Ihrer Website ausweisen.

  • Berater
    Wer über Büroorganisation berät, muss kein BWL-Studium nachweisen, sondern zeigt praxisnahe Anwendung, die aus einer nachweisbaren Tätigkeit in Büros resultiert mit den entsprechenden Fortbildungen.
  • Trainer
    Genauso verhält es bei einem Trainer, der Einzelplatz-Schulungen am PC anbietet oder einem Kommunikationstrainer. Der Trainer übt Verfahren und Methoden.
    Inzwischen höre ich immer öfter den Begriff Personal-Trainer. Hier sollten wirklich nur grundsätzliche Dinge vermittelt werden wie angemessenes Auftreten und Übungen im allgemeinen Umgang mit anderen Menschen. Vielfach werden hier Trainer und Coach vermischt angewandt. Eine Persönlichkeit lässt sich nicht coachen, sie ist bereits vorhanden.
  • Coach
    Viele in meinem Umfeld nennen sich mit „Bauchschmerzen“ Coach, weil dieser Begriff ähnlich wie früher der Consulter als Begriff für Berater immer mehr durchsetzt. Gemeint ist in diesen Fäller aber im Allgemeinen ein Berater.

    Ein guter Coach teilt sein Wissen gern. Deshalb findet man besonders häufig bei Coaches eigene Blogs. Darüber hinaus hilft eine aussagefähige Darstellung dem Suchenden über entsprechende Begriffe einen Coach für eine bestimmte Fragestellung zu finden.

  • Der Mediator als neutraler Vermittler bei einem Konflikt benötigt für den Businessbereich die Spezialisierung zum Wirtschaftsmediator. Die Konfliktlösung erfolgt grundsätzlich auf freiwilliger Basis der Konfliktparteien. Zu Konflikten kann es in vielen Situationen im Büroalltag kommen.

Kontakt und Kommunikation

Die Beziehung zwischen Klient und Kunde findet auf der persönlichen Ebene statt. Sitzen sich Berater, Coach oder Trainer vis á vis kann abschließend ermittelt werden, ob die „Chemie“ stimmt. Coaching lebt vom persönlichen Kontakt, da auch die Körpersprache des Klienten ein wesentlicher Bestandteil seiner Persönlichkeit ist. Deshalb kann insbesondere bei einem Coach die Kontaktaufnahme für ein erstes klärendes Gespräch zunächst über Telefon stattfinden. Die Sitzungen selbst sollten aber überwiegend persönlich abgehalten werden.

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
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