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Motivation im Home-Office – nicht immer leicht

5. August 2011 verfasst von Astrid Radtke

Gerade in der Urlaubszeit fällt es manch einem Bürodienstleister nicht immer leicht, die notwendige Motivation für die tägliche Arbeit aufzubringen. Während insbesondere Sekretariatsleistungen als Urlaubsvertretung angefragt werden, haben andere Bereiche während der Sommermonate eine gewisse „Flaute“.

Wie in Teil 1 „Die richtige Balance finden“ schon erläutert, hemmt gerade die Freiheit allein zu Hause zu arbeiten manchmal auch die Schaffensfreude. Fast jeder muss sich von Zeit zu Zeit motivieren, das tägliche Arbeitspensum zu erledigen.

Fehlende soziale Kontakte oder eintönige Arbeit sind manchmal demotivierend. Wem im Home-Office manchmal gewissermaßen „die Decke auf den Kopf fällt“, sollte daran denken, dass Kollegen im Büro die Arbeitsleistung durchaus auch mindern können:
  • übelgelaunte Kollegen oder Vorgesetzte
  • hierarchische Strukturen senken Produktivität
  • ständig laufendes Radio
  • unangenehme Gerüche – sei es von mitgebrachten Speisen oder Kollegen, die morgens schon im „Schweiße“ ihres Angesichts sportlich zur Arbeit eilen
  • fehlgeleitete Emails
  • Kollegen, die bei der Arbeit unterbrechen
  • Arbeiten, die man „schnell mal einschieben“ soll
  • Leerlauf

So hat auch die Arbeit außer Haus ihre Tücken und hinterlässt eine ähnliche Unzufriedenheit am Tagesende, die in der Frage mündet: was habe ich heute eigentlich den ganzen Tag gemacht?

Motivationshemmer beseitigen

Wenn Aufträge abgearbeitet sind, ist endlich Zeit Liegengebliebenes aufzuarbeiten. Meist sind diese Dinge allerdings „liegengeblieben“, weil man sie nicht gern macht.
Auch kreative Leistungen können nicht ständig abgerufen werden. Aber auch Routinearbeiten benötigen manchmal Überwindung sie anzugehen.

Andererseits kann im Büro zu Hause viel besser auf persönliche Bedürfnisse bei der Arbeit Rücksicht genommen werden. Die Unabhängigkeit von hierarchischen Strukturen ist nur ein positiver Aspekt für selbstständige Arbeit im Home-Office.

Allerdings sollten so simple Dinge wie ein ergonomisch gut gestalteter Arbeitsplatz oder die Bürogestaltung an sich bei einem Leistungsabfall in Betracht gezogen werden. Dazu zählt auch ein gewisses Maß an Ordnung. Denn ein unaufgeräumter Schreibtisch kann zusätzlich Blockaden auslösen. Gedanken bleiben regelrecht an einzelnen Unterlagen hängen und hemmen den Energiefluss für die aktuelle Arbeit. Das schlechte Gewissen mit „eigentlich müsste ich mal wieder …“ lähmt den Gedankenfluss. Der „Stau“ auf dem Schreibtisch führt zu einem „Stau“ von Energie und Denkleistung.

Ferner ist es wichtig zu erkennen, wann Zeit für unnötige Tätigkeiten verwandt wird wie
  • im Internet surfen, chatten
  • alle fünf Minuten Mails abrufen
  • Online-Zeitungen lesen
  • telefonieren

Zwangsläufig geraten Sie so im Laufe des Tages in Zeitnot oder haben abends das Gefühl unproduktiv gewesen zu sein bzw. sind letztendlich von sich selbst enttäuscht.

Wer feststellt, dass er sich vermehrt in seinem Home-Office ablenken lässt, sollte schnell Ursachenforschung betreiben. Hier hilft es Protokolle anzufertigen, um mögliche Blockaden zu erkennen und diesen entgegenzuwirken.

Blockaden überwinden

Blockaden haben oft nicht nur eine Ursache. Nützlich ist hier eine Checkliste, die schon auf Erkenntnissen beruht, wodurch sich Arbeitsblockaden einstellen bzw. wie dem „inneren Schweinehund“ entgegengewirkt werden kann.

Ein Alarmsignal sind Nachlässigkeiten, die sich einzuschleichen drohen. Dazu gehören Dinge wie:
  • unangemessene Kleidung – so signalisiert die Jogginghose dem Gehirn „Freizeit“, der Pyjama „Schlafenszeit“
  • unregelmäßige Essenszeiten oder essen am PC
  • fehlende Pausen
  • chatten / surfen
  • mangelnde Bewegung
  • Tätigkeiten innerhalb der Wohnung im privaten Bereich
  • fehlende Ansprechpartner

 
Ordentlich am eigenen Schreibtisch zu erscheinen, führt auch zu „innerer“ Sammlung.

Den Arbeitstag strukturieren

Berufe im Home-Office sind überwiegend im Dienstleistungsbereich zu finden. Dennoch sind Tätigkeiten so unterschiedlich wie die Berufe der Selbstständigen. Die Einteilung erfordern wiederum sehr individuelle Arbeitsabläufe. Diese müssen abgestimmt werden auf die Persönlichkeit, die dahinter steht.

Wer sich wirklich an seiner eigenen Arbeitsweise stört, kann nur etwas ändern, wenn er sich über einen gewissen Zeitraum protokolliert. Nur so erfährt er, wann Zeit wirklich „sinnlos“ verstreicht. Manchmal kann es in Folge zweckmäßig sein, sich mit Thema Zeitmanagement näher zu befassen.

Den persönlichen Arbeitsrhythmus gestalten

Manch einer schafft es, seinen Arbeitstag im Home-Office an die Arbeitszeiten anzulehnen, die für ihn früher auch als Angestellter praktikabel waren. Oft sind diese Zeiten auch durch Abläufe im Alltag einer Familie vorgegeben.

Starre Zeiten von Arbeit und Pausen – 30 Minuten arbeiten, 5 Minuten Pause, 30 Minutenarbeiten 10 Minuten Pause, 30 Minuten arbeiten, 5 Minuten Pause usw. kommen den wenigsten Tätigkeiten entgegen, es sei denn man ist starker Raucher und möchte seinen Arbeitsplatz nicht „verräuchern“. Ich kann einem starren Schema nichts abgewinnen, denn wenn ich in einer Arbeit stecke, dann kann es mir auch passieren, dass ich mehrere Stunden durcharbeite.

Zudem ist es oft schwierig eine Arbeit in exakten Zeitabständen zu unterbrechen und sich anschließend wieder in den Arbeitsprozess hinein zu denken.
Trotz der Erkenntnis, dass jeder Erwachsene nur 45 Minuten konzentriert am Stück arbeiten kann, sollte Spielraum für längere Arbeitsabschnitte eingeplant werden. Arbeiten vor allem Routinearbeiten, die zeitaufwändig aber unangenehm sind, werden leichter am Stück bewältigt. Andererseits darf das Durcharbeiten nicht zur Regel werden, denn gesundheitliche Schäden sind absehbar.

Wer seine Selbstständigkeit zu schätzen weiß, der nimmt es auch mal in Kauf nicht auf starre Pausen zu achten. Freilich darf nicht außer acht gelassen werden, dass bei acht Stunden Arbeitszeit wirklich nur fünf produktiv sind. Da unterscheidet sich der Arbeitsplatz zu Hause nicht von dem in einem Firmenbüro. Umgekehrt wird eben auch im Home-Office ein 12- oder gar 14-Stunden-Tag die Arbeitsergebnisse nicht erhöhen. Erst nach Entspannungsphasen nimmt die Produktivität wieder zu und die Arbeit fällt entsprechend leichter.

Ein Vorteil im Home-Office besteht darin, dass Ausgleichszeiten nach intensivem Arbeiten unabhängig vom Wochentag bzw. Wochenende eingeplant werden können.

Wer gerne arbeitet, ist automatisch motiviert. Denn letztendlich macht nur die Arbeit wirklich Spaß, die man gerne macht. Das ist allerdings unabhängig vom Arbeitsumfeld, sondern beruht auf der persönlichen Einstellung.

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

2 Kommentare zu “Motivation im Home-Office – nicht immer leicht”

  1. Nina Tulpe sagt:

    Die Bürogestaltung wirkt sich unmittelbar auf den Mitarbeiter und seine Arbeitsweise aus. Dementsprechend war unser Unternehmen auf der Suche nach einem zuverlässigen Ausstatter. Mit der Firma „Boecker-Bürogestaltung“ (www.boecker-buerogestaltung.de) fanden wir den optimalen Partner. Individuelle Beratung und ein Top-Service sind hier garantiert. Fazit: Unsere Mitarbeiter fühlen sich wohl und wir sind glücklich!

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
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