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Schreibdienst und Schreibservice – Spezialwissen innerhalb des Büroservices

20. Juni 2010 verfasst von Astrid Radtke

Ein Schreibservice ist ein Teilbereich innerhalb des Büroservices und beinhaltet heute im Allgemeinen kein Briefeschreiben mehr, sondern beruht auf Spezialkenntnissen in besonderen Wissenschaftsbereichen wie Medizin, Biologie oder Pharmazie aber auch für juristische Texte, mit den entsprechenden Fachtermini. Neben Ärzten und Juristen benötigen Wissenschaftler wie Soziologen versierte Schreibbüros, die entsprechende Facharbeiten schnell und fehlerfrei schreiben können.

Dazu kommt die neue Rechtschreibung 100%ig zu beherrschen – aber die alte auch noch zu kennen – sowie Normen zur DIN 5008 und die Typografie entsprechend umsetzen zu können. Auch die notwendigen Formatierungen müssen den Text lesbar machen. Zusätzlich sind mindestens 400 bis 450 Anschläge pro Minute erforderlich. Dabei ist zu bedenken, dass insbesondere bei der Transkription nicht immer ohne Unterbrechung geschrieben werden kann.

Text- und/oder Datenerfassung

Jeder Schreibdienst bietet natürlich eine Erfassung von handschriftlich aber auch maschinell erstellten Vorlagen. Dazu zählen Manuskripte für Doktorarbeiten genauso wie Berichte, Festschriften u.v.m. Hier ist in erster Linie das Tempo ausschlaggebend, um ein angemessenes Honorar zu erzielen.

Diese Art der Tätigkeit wird jedoch heute immer häufiger von digitalen Spracherkennungssystemen übernommen und wird auf Dauer keinen echten Umsatz mehr ermöglichen.

Das Erfassen von Daten ist natürlich weiterhin notwendig, da diese Daten im Allgemeinen für Datenbanken generiert werden und in entsprechende Vorlagen eingearbeitet werden müssen.

Neben den bekannten Microsoft-Programmen sollte zumindest auch der Umgang mit Open-Office-Programmen geläufig sein, damit der Kunde seine Dateien im gewünschten Format öffnen kann.

Transkription

Die Transkription spielt im Wesentlichen eine Rolle bei Interviews und Konferenzen, aber auch bei Vorträgen insbesondere im wissenschaftlichen Bereich.

Transkription für den Schreibdienst übertragen

Zunächst bedeutet Transkription eine Darstellung von Sprache mit Hilfe einer sog. phonetischen Lautschrift als Hilfestellung, um eine möglichst richtige Aussprache des Wortes zu bewirken.

Die Transkription des Schreibdienstes geht hier etwas weiter und überträgt das gesprochene Wort in die gültige Schriftform. Bei Interviews gestaltet sich dies dahingehend, dass
  • Füllwörter wie ähm etc. herausgenommen werden
  • Sprachliche Unebenheiten wie „is nich“ zu „ist nicht“ übertragen werden
  • Dialekt und Idiome in die Hochsprache umgesetzt werden wie
    „des geht fei net“ in „das geht wirklich nicht“.

 
Dies verdeutlicht, dass es sehr aufwändig werden kann, das gesprochene Wort z. B. in einem Interview in die Schriftform zu bringen und muss entsprechend verrechnet werden.

Neben Interviews z. B. für Doktorarbeiten, können Vorträge oder Konferenzen entsprechend transkribiert werden.

Digitaler Schreibservice

Ein Schreibservice fungiert häufig als reines Schreibbüro, dem vielfach längere Texte als Diktat übermittelt werden. Digitalen Diktiergeräte haben hier längst das Band ersetzt. Dies ermöglicht den leichten Datenaustausch im Email-Verkehr.

Voraussetzungen

Entsprechend muss auch im Home-Office das entsprechend Equipment vorhanden sein. Dazu muss für das Schreiben der WAV-Dateien neben einem Headset und Abspielgerät auch die notwendige Software eingeplant werden. Hier gibt es zahlreiche Anbieter, die verschiedene Wiedergabegeräte zur Auswahl stellen.

Perspektiven

Wer heute noch in einen Schreibdienst einsteigen möchte, sollte bereits eine bestimmtes Spezialwissen in einem Wissenschaftsbereich vorweisen oder schon lange in Anwaltskanzleien oder beim Arzt gearbeitet haben.

Zur Zeit ist ein spezialisierter Schreibdienst mindestens ein zweites Standbein innerhalb des Büroservices und eine gute Möglichkeit sich einen hochwertigen Kundenstamm aufzubauen.

Für die Zukunft gesehen, wird ein Schreibdienst wohl aufgrund der fortschreitenden technischen Möglichkeiten eher immer weniger benötigt. Denn neben den vielen Schreibserviceangeboten rund um den Globus, kommen auch vermehrt Spracherkennungssysteme dazu, die das gesprochene Wort selbstständig in Schrift umsetzen können. Im Moment sind die einzelnen Systeme noch sehr teuer zumal sie an den jeweiligen Sprecher gebunden sind. In ein paar Jahren werden diese Systeme jedoch auch im wissenschaftlichen Bereich so ausgereift sein, dass ein persönlicher Schreibdienst nicht mehr allzu oft gefragt sein wird.

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

4 Kommentare zu “Schreibdienst und Schreibservice – Spezialwissen innerhalb des Büroservices”

  1. […] Schreibdienst und Schreibservice – Spezialwissen innerhalb des Büroservices […]

  2. ute krause sagt:

    Şehr geehrte Frau Hinsberger,
    Hallo hier Frau Krause möchte mich in nächster Zeit mıt einem schreibbüro selbsttändig machen und habe im İnternet ihre email gelesen.Dort haben Sıe aut ein Buch verwiesen „Kleinstgründung im Home Office’und an diesem Buch habe ich İnteresse. Wo mann ich dies in Kürze erhalten?
    Bitte Sıe um Antwort entweder per Email oder telefonisch unter
    01523/170-51-80
    Danke MfG Frau Krause

  3. Die Transkription von Interviews bildet den Schwerpunkt meiner Dienstleistung. Deswegen möchte ich noch anmerken, dass bei der Interviewtranskription nicht nur die gesprochene Sprache in leicht lesbare Schriftform gebracht wird, dabei handelt es sich um die einfachste Art der Transkription.

    Es gibt darüber hinaus Transkriptionsregeln, bei denen nicht nur alle gesprochenen Wörter erfasst werden, sondern auch lautsprachliche und paraverbale Äußerungen, nonverbale Ereignisse, Sprachbesonderheiten, Sprechpausen, Überlappungen und Intonation transkribiert werden. Das ist natürlich eine zeitintensive Arbeit, die volle Konzentration erfordert, insbesondere wenn die Qualität der Sprachaufzeichnungen zu wünschen übrig lässt.

    Nützliche Informationen rund um das Thema findet man übrigens auf der Seite audiotranskription.de, dort kann man sich auch kostenlose Transkriptionssoftware downloaden.

    Wer sich für die Möglichkeit der Gründung eines Schreibbüros interessiert, kann durch die Lektüre meines Buches „So gründen Sie ein Schreibbüro – Zur Kleinstgründung im Home-Office“ viel Wissenswertes dazu erfahren.

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
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