Das Blog rund ums Büro

Bürodienstleister schreiben für Bürodienstleister und Unternehmen


Hurra ich bin im Web – alle mal her gucken!

24. März 2010 verfasst von Astrid Radtke

So oder ähnlich geht es u. a. manchen selbstständigen Bürodienstleistern, die sich voller Stolz ihre Firmen-Website Online ansehen. Aber wer „guckt“ jetzt wirklich?

Ein Vortrag über SEO (Search Engine Optimizing = Suchmaschinenoptimierung) macht schon einiges verständlicher, aber nur weniges wirklich anwendbar für eine kleine Website mit wenig Seiten und Content (Inhalt).

Branchenbücher kostenlos

Aber da war ja im Vortrag noch der Tipp mit den Backlinks und den Branchenbüchern. Branchenbücher helfen im Netz bekannt zu werden. Da die meisten Branchenbücher kostenlos sind, wird nun eifrig eingetragen.

So steht die eigene Firma mit der Adresse in diversen Portalen mit vielen Mitbewerbern zwischen Büroservice und Webdesign. Diese sind und bleiben häufig unbekannt, denn bei kostenlosen Branchenbüchern kann der Datenbestand nicht gepflegt, die Angaben zu den kostenlosen Einträgen nicht überprüft werden – z. B. dass angegebene Links zu Websites überhaupt nicht existieren. Der Aufwand zur Verifizierung wäre viel zu groß. Die Gefahr, dass der eigene Firmeneintrag als minderwertig eingestuft wird, ist nicht auszuschließen.

In den Suchmaschinen taucht der Firmenname tatsächlich hin und wieder mit der Eintragung auf, aber der Klick auf das Branchenbuch hilft dem Suchenden oft nicht weiter – außer vielleicht dem Branchenbuchbetreiber, da oft ein Popup-Fenster trotz Sperre aufspringt. Häufig ist der Eintrag inzwischen auf einer der folgenden Seiten gelandet, die zum Auffinden nicht mehr relevant sind. Der eigene Name verschwindet letztendlich irgendwo in den unendlichen Weiten zwischen Alphabet und Eintragsdatum.

Dazu kommt, dass ein Eintrag mit Link zur Website oft schon kostenpflichtig ist und deshalb nicht eingetragen wurde.

Branchenbücher kostenpflichtig

Mit dem „Gefunden-werden“ klappt das also immer nicht so richtig. Deshalb reift die Erkenntnis, dass alles seinen Preis hat und ist bei nächster Gelegenheit auch bereit, sich vertraglich zu binden.

Da gibt es auch eine ganze Reihe bewährter Branchenbücher, die die Möglichkeit bieten mit unterschiedlichen Angeboten einen Eintrag individuell zu gestalten. Es handelt sich meist um Jahresverträge mit klaren Kündigungsbedingungen.

Dennoch sollte sich jeder einen häufig doch relativ teuren Eintrag in einem Branchenbuch gut überlegen. Hier helfen vielleicht folgende Gesichtspunkte.
  • Ist mein Eintrag deutlich von den kostenlosen Einträgen unterscheidbar?
  • Über welche Qualitäten verfügen die Mitbewerber dieses Portals?
  • Wird meine Firma mit maximal zwei Klicks in diesem Branchenbuch gefunden?
  • Wie sieht die Darstellung meiner Firma für den Suchenden aus?
  • Funktioniert der Link auf meine Website einwandfrei und ohne lange Wartezeiten?
  • Würde ich eine Dienstleistung über dieses Branchenbuch suchen und einfach finden?

Denn oft sind in den Branchenbüchern die kostenlosen Einträge mit den kostenpflichtigen vermischt. Die Trennung ist nicht immer auf den ersten Blick klar erkennbar, die Handhabung umständlich oder zeitaufwändig.

Bei Branchenbüchern auf Leistung achten

Das Internet wird vielfach als eine „Gelddruckmaschine“ betrachtet, die einem ermöglicht mit wenig Aufwand schnell viel Einkommen zu erzielen. Dass das nicht stimmt, merken die, die über das Internet Geld verdienen möchten und auf einmal eine 80-Stunden-Woche bewältigen müssen.

Aber gerade die Möglichkeit des Branchenbuches scheint immer wieder dazu zu verführen, mit unseriösen Angeboten Interesse an einem Eintrag zu wecken. Diese Angebote kommen immer häufiger über den Postweg oder über Telefon, zumal nun die Button-Lösung hier endlich den Abo-Fallen einen Riegel vorgeschoben hat.

Deshalb ist die Masche über Fax oder Postweg, um die Aktualisierung und Berichtigung bestehender Daten zu bitten und dies durch Unterschrift bestätigen zu lassen. Diese Unterschrift bestätigt gleichzeitig einen ganz klein eingefügten Zwei-Jahres-Vertrag über die Beauftragung der Eintragung verbunden mit nicht unerheblichen Kosten. Komischerweise befindet sich in den Daten meist ein Fehler, der berichtigt werden muss …

Neuer ist die Masche, dass auf „Empfehlung“ angerufen wird. Dazu reicht dem Anrufer eine Adresse aus einem Branchenbuch oder Portal in der Nähe des Angerufenen. Eine Abmahnung ist hier möglicherweise gegeben, denn hier handelt es sich eindeutig um unerlaubte Telefonwerbung.

Dass oft erst bei genauerer Betrachtung die unseriöse und meist teure Absicht dahinter erkannt wird, zeigt der Blog „Anzeigenfalle“ mit diversen Beispielen.

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Astrid Radtke

Über Astrid Radtke:

Astrid Radtke ist die Initiatorin von "Bürodienste in" Baden-Württemberg, Bayern und Rheinlandpfalz. Sinn des Projekts ist es qualifizierte Bürodienstleister zusammenzuführen und Unternehmen die regionale Suche zu erleichtern. Das Blog ergänzt mit Beiträgen die Kompetenz der Bürodienstleister und zeigt die Vielfalt der Leistungen auf.

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„Qualität ist der stärkste Feind
jeder Art der Vermassung.
Quantitäten machen einander
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Qualitäten ergänzen einander.”

Dietrich Bonhoeffer

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