Betriebliche Tätigkeiten außerhalb der Gebäude eines Unternehmens im Büro zu Hause auszuüben wird als Telearbeit bezeichnet. Festen Mitarbeitern aber insbesondere Freiberuflern aller Art bedeutet das Büro in den eigenen vier Wänden eine attraktive Möglichkeit der Berufsausübung. Kundenberatung, Kundenservice, unterschiedlichste Organisationsarbeiten, Routineaufgaben lassen sich im Home-Office häufig ohne größeren Aufwand erledigen.
Idealzustand oder eine Frage der Disziplin
Gerade jetzt im Winter erweist sich dieses Home-Office als Idealzustand, wenn die Wetterverhältnisse – egal mit welchem Verkehrsmittel – kein Thema mehr sind.
Dazu kommen Vorteile wie
- kein Zeitverlust durch Anfahrtswege
- freie Zeiteinteilung
- individuelle Einrichtung des Arbeitsplatzes
- kurze Wege
- bessere Bindung zur Familie
Diese Freiheit in der Arbeitsgestaltung überwiegen im Allgemeinen bei der Entscheidung für einen Arbeitsplatz im eigenen Büro.
Insbesondere Existenzgründer werden über manche Tücke im Homeoffice stolpern. Denn diese Form der Berufsausübung erfordert eine gewisse Disziplin, um
- den Tagesablauf sinnvoll zu strukturieren
- Selbstausbeutung durch einen 10-Stunden-Tag bzw. eine 7-Tage-Woche zu vermeiden
- das Privatleben nicht vermehrt an den Rand zu drängen
- auf ausreichende Pausen und regelmäßige Mahlzeiten zu achten
Unangenehme Folgen für Familie, Freizeit und Gesundheit sind sonst unausweichlich.
Denkfehler bei den Kosten
Immer wieder sehe ich in Preislisten von Bürodienstleistern, dass die Arbeit im Home-Office zu einem geringeren Stundensatz angeboten wird als der Service vor Ort.
Hier werden bei der Kalkulation einige Zusammenhänge nicht berücksichtigt
- notwendiges Equipment wie PC, Telefon, Drucker, Kopierer, Fax, Scanner
- Reparatur, Wartung
- Bereitstellung von Büromaterial u. a. Papier, Druckerpatronen, Ordner
- Energie für Strom und Heizung
- Wasserverbrauch
- Beschaffen aktueller Software
Dies sind genau die Kosten, die der Auftraggeber z. B. durch einen mobilen Büroservice einspart. Deshalb ist die Stunde im Home-Office mindestens genauso viel wert wie die Stunde Dienstleistung vor Ort.
Sinnvolle Alternative
Wer es als Selbstständiger schafft diese Arbeitsform für sich umzusetzen, wird allerdings auch entsprechend Freude daran haben und in erster Linie die gewonnenen Vorteile genießen. Spaß an der Arbeit bringt auf Dauer auch den Erfolg bei der ausgeübten Tätigkeit. Sich über Nachteile Gedanken zu machen, hilft frühzeitig möglichen “Fallstricken” entgegenzuwirken. Vor allem das Arbeiten ohne Kollegen bereiten vielen Einzelkämpfern immer wieder Schwierigkeiten. Deshalb sollte frühzeitig über Kooperationen nachgedacht werden.
Nicht zuletzt entzerrt die Büroarbeit zu Hause den Verkehr in die Ballungszentren und ist damit auch ein sinnvoller Beitrag zum Umweltschutz.
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Tags: Arbeitsplatz Büro, Büroarbeit zu Hause, Bürodienstleister, Existenzgründer, Home-Office, Homeoffice, mobiler Büroservice, Service vor Ort, Umweltschutz

Ich liebe es, im Homeoffice zu arbeiten!
Allerdings war es anfangs nicht leicht. Unterbrechungen wie “Ach, die Spülmaschine ist noch nicht ausgeräumt!” oder “Dies müsste ich noch…” und “Das könnte ich noch..” haben ziemlich Kraft und Zeit gekostet. Oder ich bin gar nicht mehr vom Arbeitsplatz weggekommen.
Ein Tipp: Nach der Uhr arbeiten. Ich habe eine Uhr auf dem Arbeitsplatz stehen, bei der ich auch schonmal den Wecker stelle um Zeit zu begrenzen. Außerdem klappt es damit auch, die Arbeitszeiten korrekt aufzuzeichnen und nicht zu schätzen. Seit ich den Wecker habe klappt’s auch eher mit den Pausen.
Wenn Sie’s nachmachen möchten können Sie auch mal die Pomodoro-Technik, entwickelt von Francesco Cirillo, ausprobieren – Zeitmanagement auf die italineische Art: http://www.pomodorotechnique.com/.
Es würde mich interessieren was Sie dazu meinen.
Frohes Schaffen wünscht
Gabriele Knapp
http://www.officeservice-knapp.de
Ich möchte nie wieder anders arbeiten als vom Home-office aus!
Schon während meines Angestelltenverhältnisses habe ich mir gut vorstellen können, viele Schreibtisch-/PC-Arbeiten wirklich von zu hause aus leisten zu können, daber vor knapp 10 Jahren war meinem Arbeitgeber “der Aufwand der Vernetzung” zu groß und zu umständlich; dieses Privileg kam nur einigen wenigen damals zu Gute.
Als selbstständige Bürodienstleisterin bin ich natürlich bei meinen Kunden vor Ort, sprich in deren Betriebsstätten und Büros, dort leiste ich aber nur die tatsächliche Büroorganisationsarbeit. Alle konzeptionellen Dinge erledige ich zu Hause, da ich auch das große Glück eines wirklichen Büroraumes zu hause habe (also nicht der berühmte Schreibtisch im Wohnzimmer). In dem Moment, wo ich die Tür zu mache, bin ich weg, dann wird gearbeitet. Und vor allem Gespräche mit Kunden, die aufgrund der Diskretion nicht unbedingt in der Betriebsstätte geführt werden sollen, finden hier statt.
Die Vorteile als Mutter einer schulpflichtigen Tochter brauche ich hier glaube ich nicht zu erwähnen…
Von daher: So ist es ideal für mich, meine Familie und meine Kunden!
Stefanie Röper
Mobile Bürodienstleistungen, Niedersachsen
Ein wirklich informativer Artikel!
Wie sehen denn in etwa die Bewertungskriterien für eine Bürogemeinschaft aus? Also wenn die Gegebenheiten im eigenen Heim einfach nicht optimal sind, oder das ganze technische Equipment zu teuer wird?
[...] scheinen sehr gering, denn ein PC, ein Schreibtisch im Arbeitszimmer, ein Telefon – zusammen = Home-Office – reichen scheinbar für eine Gründung im Bereich Dienstleistungen rund ums Büro. Das hat zur [...]