Auch bei der täglichen Arbeit im Büro auf die Gesundheit zu achten, scheint für viele selbstverständlich. Dennoch werden viele Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz hingenommen, obwohl die Sinne, aber auch Körper und Geist in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies beeinträchtigt Konzentration und Arbeitsleistung. Hier ein paar Tipps wie äußere Bedingungen optimiert werden können.
Augen – Bildschirm
Kopfschmerzen werden weitgehend eingeschränkt, wenn der Monitor möglichst blendungsarm und augenschonend ist. Spiegelungen (durch Schreibtische oder Fenster) sollten vermieden werden und die Deckenbeleuchtung muss gleichmäßig im Raum verteilt sein. Das Licht dieser indirekten Leuchten blendet nicht und hinterlässt keine Reflexe auf dem Monitor. Der Bildschirm sollte ca. 60 Zentimeter vom Gesicht entfernt sein. Eine dunkle Schrift auf hellem Untergrund wirkt auch Spiegelungen entgegen. Die Schrift am PC muss mühelos gelesen werden können. Auch sollte auf regelmäßiges Blinzeln am PC geachtet werden. Andernfalls kann es zum sog. “Office Eye Syndrom” kommen. Die Augen fühlen sich strapaziert und müde an, oft verbunden mit einem Trockenheits- und Fremdkörpergefühl. Computerarbeiter sollten daher ihre Augen regelmäßig vom Bildschirm abwenden, um ihnen etwas Ruhe zu gönnen.
Damit Sie Ihr „Fingerspitzengefühl“ behalten
Oft werden Computer-Bildschirme zu hoch aufgestellt. Das führt zu Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich. Die Tastatur muss genügend Platz zur Auflage der Hände bieten und sollte zehn bis 15 Zentimeter von der Tischkante entfernt sein. Der optimale Neigungswinkel beträgt fünf bis 15 Grad. Die Handballen sollen in Eingabepausen immer mal wieder auf den Tisch gelegt werden können. Die Arbeit mit der Maus verursacht oft Verspannungen von Schultern, Nacken und Arm („Mausarm“). Deshalb ist darauf zu achten, die Maus körpernah zu bedienen und Doppelklicks zu vermeiden. Sinnvoll ist es auch häufiger Tastenkombinationen anstelle des Klicks zu verwenden. Wer mit dem Zehnfingersystem schreiben kann, verteilt die Belastung besser. Es ist wichtig zwischendurch die Hände ausschütteln, die Finger mehrere Sekunden durch Spreizen anspannen und anschließend wieder zu lösen, eine Faust zu ballen und zum Schluss wieder zu lockern. Kalte Gelenke sind wenig belastbar, deshalb ist insbesondere in den kalten Monaten auf eine angenehme Raumtemperatur zu achten. Die vorgeschriebene Mindestraumtemperatur von 19 Grad ist für Tätigkeit, die überwiegend vor dem PC stattfindet, sicher nicht ausreichend.
Körper – Bewegungsmangel
Ein ergonomisch durchdachter Arbeitsplatz scheint selbstverständlich sein. Dennoch trifft dies nur für ungefähr ein Viertel der Beschäftigten in Unternehmen in Deutschland zu. Aber selbst wenn der Arbeitsplatz allen Erfordernissen entspricht, ist es immer wichtig auf Bewegungspausen zu achten. Das Dauersitzen belastet die Wirbelsäule, dazu kommen falsches Sitzen und einseitige Beanspruchung der Wirbelsäule. So sind Rückenleiden inzwischen die häufigste Ursache von Krankmeldungen und Arbeitsunfähigkeit. Neben häufigem Wechseln der Sitzposition können regelmäßiges Aufstehen und kurze Pausen für Gymnastik eine Erleichterung schaffen. Wer es irgendwie einrichten kann, sollte sogar abwechselnd im Sitzen und im Stehen arbeiten. So kann man sich beispielsweise vornehmen, beim Telefonieren grundsätzlich aufzustehen, möglicherweise dabei auch auf und ab zu gehen.
Interessante Tipps hat hierzu auch die Techniker Kasse mit Checklisten zur Bewegung.
Ohren – Lärmpegel
Lärm macht krank, das ist allgemein bekannt. So gelten seit 2006 in ganz Europa niedrigere Grenzwerte für Geräusche am Arbeitsplatz. Stress durch Lärm kann Kreislauf und Immunsystem schwächen. EU-Schätzungen zufolge sind europaweit etwa 60 Millionen Arbeitnehmer während eines Viertels ihrer Arbeitszeit Lärm ausgesetzt. Lärmschwerhörigkeit gehört in der EU zu den am häufigsten gemeldeten Berufskrankheiten. Die Lärmschwerhörigkeit ist nicht heilbar!
Atmung – Feinstaub
In Untersuchungen wurde immer wieder aufgezeigt, dass der Feinstaub in Büros größer ist als auf der Straße oder in einem verrauchten Zimmer. Die Ursachen sind jedoch noch nicht vollständig geklärt. Im Allgemeinen wird dies Laserdrucker und Kopierer angelastet. Neue Untersuchungen haben aber entdeckt, dass dies durchaus auch Partikel des Papiers sind, die beim Drucken/Kopieren freigesetzt werden. Deshalb sollten auch wegen der Wärmeentwicklung häufig genutzte Drucker und Kopierer in einem separaten Raum verwendet werden. Nicht nur wegen dieser Belastung ist auf regelmäßiges Stoßlüften zu achten. Neben der Bewegung beim Gang zum Fenster erhöht die regelmäßige Sauerstoffzufuhr die Konzentrationsfähigkeit.
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Tags: Arbeitsplatz Büro, Bewegungsmangel, Bildschirm, Feinstaub im Büro, Konzentration und Arbeitsleistung, Mausarm

Auch die Gestaltung des Arbeitsplatzes spielt eine große Rolle. Eine gute Atmosphäre entwickelt sich durch einen ungestörten Arbeitsfluss, kurze Laufwege und Dekoration nach Ihrem Geschmack. Dafür sorgen drei “Grundregeln”:
1) Reichweite beachten
- Je häufiger der Zugriff, umso näher der Standort.
- Je seltener der Zugriff, umso entfernter die Aufbewahrung.
2) Schreibtischschublade effizient nutzen
- Regelmäßige “Entrümpelung” der Schreibtischschubladen.
- Entfernen was nicht mindestens einmal wöchentlich zur Hand genommen wird.
- Platzieren von Hilfsmittel, die mehrmals täglich zur Hand genommen nehmen, außerhalb der Schublade in direkter Reichweite.
3) Schreibtischoberfläche effizient nutzen
- Entfernen was nicht täglich benötigt wird.
- Reservieren eines festen Platzes für die ToDo-Liste.
- Belassen von nur tagesaktuellen, nicht erledigten Vorgängen auf dem Schreibtisch.
- Verwendung eines „Shadowboard“.
O3 | Office Organisation & Optimierung
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http://www.o3-web.de
Auch Pflanzen tragen sehr gut zur Atmosphäre im Büro bei. Angefangen von kleinen Pflänzchen die einfach nett aussehen und ab und zu Anlass geben sich zu bewegen wenn man sie gießen muss….. bis zu ganzen grünen Vorhängen oder Wänden, die als Raumtrenner, Blickfang, Luftfilter und Schallschlucker gezielt eingesetzt werden.
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Gabriele Knapp
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