Der Bildschirm – ein häufig verwendetes Arbeitsmittel
Fast jeder Büroarbeitsplatz ist heute auch ein Bildschirmarbeitsplatz. Zusätzlich verbringen auch immer mehr Menschen ihre freie Zeit vor Computern bzw. deren Bildschirme.
Der Tag vor dem Bildschirm ist also allgemein lang und in der Freizeit häufig noch nicht beendet. Dass dabei von Zeit zu Zeit der “Durchblick” verloren geht, hat verschiedenen Gründe.
So hat eine Studie der Universität Tübingen ergeben, dass vier von zehn PC-Nutzern am Abend unter trockenen und brennenden Augen leiden. Eine Ursache hierfür kann die Schriftart sein!
Denn was für den Leser am Bildschirm ganz normal erscheint, bedeutet für sein Auge Tag für Tag Schwerstarbeit. Es handelt sich eben nicht “bloß” um Schriftzeichen, für das Sehorgan ist es ein Meer aus kleinen Kringeln, Strichen und Bögen. Da diese Schriftzeichen schnell voneinander zu unterschieden werden müssen, werden die Pupillen auf Dauer stark beansprucht. Das hat zur Folge dass Augen brennen oder gar tränen.
- Vermeiden Sie daher Schriftarten wie “Times New Roman” oder “Antiqua”. Sie sind voll mit den kleinen Häkchen an den Buchstaben, der Fachmann nennt sie Serifen, die dem Auge das Lesen so schwer machen. Wählen Sie stattdessen serifenlose Schriften wie zum Beispiel “Arial” oder “Helvetica”.
Bei ausgedruckten Texte kann “Times” und Co. durchaus von Vorteil sein. Denn auf Papier gedruckt, sorgen die Serifen wiederum für ein schöneres Bild. Sie machen Schrift leserlicher – bei längerem Text angenehmer, da hier die Buchstaben optisch verbunden wirken.
Forscher fordern, Benutzer besser über die Entspiegelungsqualität von Bildschirmen zu informieren.
Wenn sich Lichtquellen oder helle Fensterflächen sich auf Monitoren spiegeln, ermüden die Augen bei der Arbeit schneller bis zu Verspannungen und Kopfschmerzen bei Nutzer. Ergonomisch gestaltete Bildschirme können hier Abhilfe schaffen. Deshalb müssen diese Reflexionen bzw. Blendungen auf dem Monitor vermieden werden.
Eine sogenannte Reflexionsklasse bestimmt wie blendungsarm ein Bildschirm ist.
Dazu ein Praxistest der Forscher:
60 Testpersonen korrigierten bei unterschiedlichen Beleuchtungssituationen Texte an verschiedenen Bildschirmen. Für jede einzelne Beleuchtungssituation mussten die Versuchspersonen auf einer vorgegebenen Skala bewerten, ob und wie stark sie durch Blendung gestört waren und wie gut oder schlecht sie demzufolge die Arbeitsaufgabe erledigen konnten.
Dieser Versuch verdeutlichte allerdings, dass die Unterscheidung von drei Reflexionsklassen bei Bildschirmen zu grob ist. “Viele Bildschirme fallen in die beste Reflexionsklasse I, scheinen also dem Benutzer bei der Auswahl hinsichtlich ihrer Entspiegelungsqualität gleich” so der Untersuchungsleiter Siekmann (Quelle: Uniprotokolle). Die Untersuchung zeigte jedoch: “In der Praxis können sich diese Bildschirme enorm voneinander unterscheiden!” Sinnvoll wäre eine differenzierte Abstufung der Reflexionsklassen, damit der Anwender die Möglichkeit hat, einen für seine persönliche Situation geeigneten Bildschirm auszuwählen, so Siekmanns Fazit.
Tipps:
- Blinzeln Sie bewusst und viel, wenn Sie am Bildschirm arbeiten! So reißt der Tränenfilm auf der Hornhaut nicht ab, und das Auge bleibt befeuchtet. Damit Sie mit klarem Blick in den Feierabend gehen … (Quelle: Sekretärinnen-Service)
- Verwenden Sie serifenlose Schriften auf dem Bildschirm
- Blendungsarme Bildschirme schonen die Augen
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Sicher ist die Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) auch mal einen Blick wert, zu finden unter http://bundesrecht.juris.de/bildscharbv/index.html. Laut Umfragen ist dieses Gesetz relativ unbekannt – nur 17 % der Beschäftigten kennen diese Verordnung. Informationen zur optimalen Einrichtung von Büroarbeitsplätzen sind auch unter http://www.praevention-online.de/pol/such_frames.html?Arbeitspl%C3%A4tze nachzulesen.
Viel Spaß
Office & Services Gabriele Knapp
http://officeservice-knapp.de